sagen:vsuvdl063
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| + | ====== Der Schatz im Kirschauer Raubschlosse (Gräve) ====== | ||
| + | Ungefähr zwei Stunden von [[geo: | ||
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| + | Einige Schritte weiter, den Berg hinan, stößt man noch auf ein Thor, von welchem aber nur noch die rechte Seite oben auf dem Berge vorhanden, indem die linke i. J. 1804 in das gleich neben anliegende Thal hinabgerollt ist. Von einem Wappen oder andern Zeichen ist keine Spur vorhanden. Mit diesem Thore scheint nun noch ein anderes verbunden gewesen zu seyn, welches ungefähr vierzig Schritte von letzterm entfernt liegt und wahrscheinlich das Hauptthor der Burg gewesen seyn mag. Es befindet sich fast ganz auf des Berges Höhe, kehrt sich jedoch nach Süden. Das Schloß selbst mag sich der Länge nach auf des Berges südwestlicher Seite hingezogen und so viel sich bis jetzt ungefähr ausmitteln läßt, gegen acht und vierzig Schritt Länge und sechszehen bis zwanzig Schritte Breite enthalten haben. | ||
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| + | Auf der östlichen Seite des Schlosses gewahrt man auf dem Gipfel des Berges einen, von einer ringsum laufenden Mauer eingeschlossenen Raum, welcher wohl der Schloßhof gewesen seyn mag. Jetzt ist dieser Platz unter dem Namen des Gartens bekannt und seine Länge beträgt von Ost nach West acht und vierzig, von Süd gen Nord sechs und funfzig Schritte, seine Gestalt ist fast zirkelförmig. Die auf der östlichen Seite ihn umschließende Mauer hat daselbst noch jetzt eine Höhe von fünf, auf den übrigen Seiten kaum von zwei Ellen, und gegen das Schloß, d. i. nach Südwest zu, ist nichts von Mauerwerk zu bemerken. | ||
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| + | An der östlichen Hofmauer zeigt sich dicht an der Aussenseite ein rundes Gemäuer von einigen Ellen im Durchmesser, | ||
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| + | Unbekannt ist das Jahr der Entstehung dieses Raubnestes, unbestimmt das von seiner Zerstörung. Wahrscheinlich fiel letztere in die Jahre 1323, 1337, 1351 oder 1359. | ||
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| + | Seine Erbauung wird einem Fräulein von Steinkirch, so wie die der Schirgiswalder Kirche dem Fräulein von Kostitz, ihrer Freundin, zugeschrieben, | ||
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| + | In dieser Gegend nun ist es nicht geheuer, indem zu gewissen Zeiten, vorzüglich um die Frühjahr- und Herbst-Tag- und Nachtgleiche, | ||
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| + | Im Jahre 1602 wagte es ein Bauer mit Hilfe seines Sohnes diesen Schatz zu heben, begann die Beschwörung, | ||
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| + | Eine ausführliche Beschreibung davon von mir findet sich in den angeführten Erinnerungsblättern vom Jahre 1821. No. 3. Seite 34. | ||
| + | S. Carpzov’s anal. fastor. Zittau. V. I. 2 S. 210. Christ. Manlii Lusat. VI, 20. – Frencelii nomenclator utriusque Lusat. in Hoffm. scr. rer. Lusat. Tom. II. pag. 54. Christ. Aug. Pescheck der Oybin bei Zittau etc. Ferner: Bruchstück einer kleinen Reise an der böhmischen Grenze von Bautzen aus v. W… in der laus. Mon. Schrift v. D. C. A. Pescheck, Jan. 1791. S. 52. – Das kirschauer Schloß, ein Gedicht in Stanzen von H. W. Demuth, 1795, Handschrift. – Der Raubritter auf Kirschau, ein Trauerspiel in 5 Acten. (Jamben) 1818, von Ernst Thomas, Schauspieler. Handschrift. | ||
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