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sagen:vsuvdl031

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-====== Der blutende Geist (Gräve) ======+====== Der blutende Geist ======
  
 Auf dem alten Schlosse zu [[geo:Neschwitz]] unweit [[geo:bautzen|Budissin]] (im sogenannten Orangenhause) erscheint den 7. Juli – auch manchmal zu andern Zeiten – in der Mitternachtstunde eine bleiche, abgehärmte Gestalt, voller Blut, welche um das Schloß herumgeht und dann mit einem tiefen Seufzer wiederum verschwindet. Die Veranlassung dazu ist folgende: Auf dem alten Schlosse zu [[geo:Neschwitz]] unweit [[geo:bautzen|Budissin]] (im sogenannten Orangenhause) erscheint den 7. Juli – auch manchmal zu andern Zeiten – in der Mitternachtstunde eine bleiche, abgehärmte Gestalt, voller Blut, welche um das Schloß herumgeht und dann mit einem tiefen Seufzer wiederum verschwindet. Die Veranlassung dazu ist folgende:
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 Der Wirth, Wolf Ehrenreich, dieses bemerkend, eilte ihnen, um Ruhe zu stiften, sofort nach, redete zur Sühne und ergriff – sich unter die Kämpfenden werfend – einen Stuhl, wobei er von Einem der Zornwüthigen einen Stich erhielt, an dessen Folgen er am andern Tage starb. Der Wirth, Wolf Ehrenreich, dieses bemerkend, eilte ihnen, um Ruhe zu stiften, sofort nach, redete zur Sühne und ergriff – sich unter die Kämpfenden werfend – einen Stuhl, wobei er von Einem der Zornwüthigen einen Stich erhielt, an dessen Folgen er am andern Tage starb.
  
-//Anmerkung Sagenwiki: Conrad Heinrich von Theler auf Neschwitz war zur betreffenden Zeit Besitzer des Schlosses Neschwitz und verkaufte es noch im Jahre 1698. Von 1708 bis 1720 hatte Georg Bernhard von Theler Streitigkeiten mit Schack von Rumohr über den Verkauf von Neschwitz. Dessen Sohn aus zweiter Ehe, Georg Wilhelm von Rumohr, kursächsischer wirklicher Kammerjunker, wurde 1734 im Duell erstochen. [[https://de.wikipedia.org/wiki/Barockschloss_Neschwitz|Wikipedia]]//+((Anmerkung Sagenwiki: Conrad Heinrich von Theler auf Neschwitz war zur betreffenden Zeit Besitzer des Schlosses Neschwitz und verkaufte es noch im Jahre 1698. Von 1708 bis 1720 hatte Georg Bernhard von Theler Streitigkeiten mit Schack von Rumohr über den Verkauf von Neschwitz. Dessen Sohn aus zweiter Ehe, Georg Wilhelm von Rumohr, kursächsischer wirklicher Kammerjunker, wurde 1734 im Duell erstochen. [[https://de.wikipedia.org/wiki/Barockschloss_Neschwitz|Wikipedia]]))
  
 //Quelle: [[autor:graeve|Heinrich Gottlob Gräve]], [[buch:volkssagen_und_volksthuemliche_denkmale_aus_der_lausitz|Volkssagen und volksthümliche Denkmale der Lausitz]]. Reichel, Bautzen 1839, Seite 97// //Quelle: [[autor:graeve|Heinrich Gottlob Gräve]], [[buch:volkssagen_und_volksthuemliche_denkmale_aus_der_lausitz|Volkssagen und volksthümliche Denkmale der Lausitz]]. Reichel, Bautzen 1839, Seite 97//
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sagen/vsuvdl031.1706905079.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)