sagen:vsuvdl010
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| Hatte auch einen Diener, Banko genannt, den er in Teufelskünsten unterrichtete und an ihm einen gelehrigen Schüler fand. Weiß nicht, wie es gekommen, daß das Reich einstmals uneins und der Zauberlehrling von dem Meister derb gezüchtiget wurde, welches diesem so kränkte, daß er ihm ewige Rache schwur und der Obrigkeit zu überliefern beabsichtigte. Wohl bekannt war ihm jedoch, daß der Zauberer eine Pfeife, deren Ton die mächtigsten Geister bannte, besäße, welche er sich – es koste, was es wolle – anzueigenen vorsetzte. Hin begab er sich daher zur Obrigkeit, sich reuig und bußfertig stellend, zusichernd sich taufen zu lassen und den Teufelsmann unentgeldlich einzuliefern. | Hatte auch einen Diener, Banko genannt, den er in Teufelskünsten unterrichtete und an ihm einen gelehrigen Schüler fand. Weiß nicht, wie es gekommen, daß das Reich einstmals uneins und der Zauberlehrling von dem Meister derb gezüchtiget wurde, welches diesem so kränkte, daß er ihm ewige Rache schwur und der Obrigkeit zu überliefern beabsichtigte. Wohl bekannt war ihm jedoch, daß der Zauberer eine Pfeife, deren Ton die mächtigsten Geister bannte, besäße, welche er sich – es koste, was es wolle – anzueigenen vorsetzte. Hin begab er sich daher zur Obrigkeit, sich reuig und bußfertig stellend, zusichernd sich taufen zu lassen und den Teufelsmann unentgeldlich einzuliefern. | ||
| - | Da nun der Zauberer einstens nach reichlich genossenem Mahle und des vielen Meths in einem todtähnlichen Schlummer versunken war, machte sich Banko zum Eigenthümer des Instruments und dadurch zum Gebieter der mächtigsten Geister, die nun alle nach seiner Pfeife tanzen mußten. Augenblicklich wurde der Magistrat davon in Kenntniß gesetzt, welcher sofort Knechte mit Schwertern, Spießen und Stangen ausschickte, | + | Da nun der Zauberer einstens nach reichlich genossenem Mahle und des vielen Meths in einem todtähnlichen Schlummer versunken war, machte sich Banko zum Eigenthümer des Instruments und dadurch zum Gebieter der mächtigsten Geister, die nun alle nach seiner Pfeife tanzen mußten. Augenblicklich wurde der Magistrat davon in Kenntniß gesetzt, welcher sofort Knechte mit Schwertern, Spießen und Stangen ausschickte, |
| Die Schergen fesselten ihn und vor Gericht gestellt ward er zum Flammentode verurtheilt. | Die Schergen fesselten ihn und vor Gericht gestellt ward er zum Flammentode verurtheilt. | ||
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| Zur Erinnerung an seine Uebelthaten, | Zur Erinnerung an seine Uebelthaten, | ||
| - | //Quelle: Heinrich Gottlob Gräve: Volkssagen und volksthümliche Denkmale der Lausitz. Reichel, Bautzen 1839, Seite 50// | + | // |
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sagen/vsuvdl010.1706872128.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
