sagen:vsuvdl009
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| + | ====== Die Wehklage (Gräve) ====== | ||
| + | wend. Boże Sedleschko | ||
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| + | Da, wo sich gegenwärtig zu [[geo: | ||
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| + | Bei den [[volk: | ||
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| + | Wenn sich nun dieser Schutzgeist hören läßt, so fragen sie: „Boże Sedleschko! schto mi budże?“ (Wehklage, was wird mir? [wiederfahren]) oder: Was fehlt mir? Durchaus aber dürfen sie nicht fragen: „Schto tebi je?“ oder: „Schto tebi faluje?“ (was ist dir? was fehlt dir?) indem sie darauf nicht antwortet. Die darauf ertheilte Antwort ist, wie bei den Orakeln der Alten, d. h. kurz und zweideutig, z. B. „Wono nebudże tebi, ale druhemu (ßo stacż)“ es wird nicht dir, sondern einem Andern (wer es aber seyn werde, läßt die Wehklage unbestimmt) wiederfahren. | ||
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| + | Als z. B. 1766 die Stadt [[geo: | ||
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| + | Indeß soll diese Wehklage nicht von Jedermann, sondern nur von Einigen (wahrscheinlich Sonntagskindern) gehört und gesehen werden. Viele Wenden pflegen daher bei Abseihung eines kochenden Topfes oder Ausgießen siedenden Wassers aus Vorsicht zu sagen: „Boże Ssedleschko dżi precż, so ja cże nesparju!“ (Wehklage geh’ weg, daß ich dich nicht verbrühe). Thun sie dieß nicht, so verbrühen sie sich oft selbst und die auffahrenden Hitzblattern beweisen, daß sie von ihr verbrüht worden sind; daher sagt man: „Boże Ssedleschko je tebe spariło, | ||
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