sagen:vsuvdl003
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| - | ====== Der Feuerpuhtz | + | ====== Der Schatz auf dem Oybin ====== |
| - | Unter diesem Namen ist in der Stadt [[geo: | ||
| - | Der Sage nach soll es ein der Stadt holder, wohlthätiger | + | Auf der Stelle des [[region:Oybin]], wo der rüstige Jäger Owate bekanntlich jenen gräulichen Bär erlegte |
| - | Da er nun auch Lauban einstmals mit seinem Besuch beehrte, seinen magischen Präparat – zuversichtlich, daß sich Niemand daran vergreifen würde | + | Doch das Weitere Geschichtliche mitzutheilen ist hier weder Zeit noch Platz, ((S. Der Oybin bei Zittau. Raubschloß, |
| - | Zufällig fiel ihr die Flasche mit dem Geiste in die Hände. Es freute sich über das dann und wann in selbiger aufflackernde Flämmchen und spielte | + | Als [[region: |
| - | Nach dem Schluß der unbekannten Mächte vermochte blos ein unschuldiges Mädchen, welches nicht wußte, daß die Erlösung des Geistes | + | Leicht läßt es sich denken, daß so viele Besitzer dieses Orts, welche vom Raube lebten, so wie angeblich auch die Klosterbrüder, |
| - | //Quelle: Heinrich Gottlob Gräve: | + | Die Bewohner dieser, so wie der Umgegend, erzählen wundervolle Geschichten von dem, was sie erlebt, erzählen gehört, oder selbst gesehen haben. Denn, da ertönt z. B. oft ein grauenvolles Heulen, Stöhnen und klägliches Gewinsel in der Luft, bald dröhnt es an den Ruinen des Burgthurms mit mächtigen Schlägen, Waffengeklirr wird vernehmbar und Geschrei, wie von Kämpfenden läßt sich mit gemischten Trompetenschall und wildem Pferdegewieher hören. Ein andermal erblickt man leuchtende Flämmchen, welche den ihnen Folgenden in Abgründe leiten, wo er beschädigt hinabstürzt, |
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| + | Nie aber hat irgend Jemand von den Spukgestalten Geschenke erhalten, oder ist ihm durch sie ein Schätze bergender Fleck angezeigt worden, eben so wenig als – wie bereits gedacht – diejenigen, welche, kühn genug, daselbst nach Schätzen gruben, dadurch beglückt, sondern entweder verarmten oder mit lebenslänglichen Krankheiten heimgesucht wurden. Noch liegen also diese aus Kirchen, Klöstern von Priestern und Laien einige Jahrhunderte hindurch aufgehäuften Schätze im Schooße der Erde verborgen und harren der durch Zufall begünstigten Hand, oder den finstern Kenntnissen eines erfahrenen Geisterbeschwörers, | ||
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| + | //Quelle: Heinrich Gottlob Gräve: Volkssagen und volksthümliche Denkmale der Lausitz. Reichel, Bautzen 1839, Seite 33// | ||
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sagen/vsuvdl003.1706617690.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
