sagen:vsfreiburg54
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| + | ====== Kuno von Falkenstein ====== | ||
| + | Gegen Ende des Jahres 1146 hatte der hl. Bernhard von Clairvaux im [[kirche: | ||
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| + | Hier wurden jedoch die Meisten in ihren Erwartungen getäuscht; Krankheiten, | ||
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| + | In solchem Elend vergingen volle sieben Jahre, als es endlich dem Ritter gelang zu entfliehen. Aber noch gingen seine und seiner Gemahlin Prüfungen nicht zu Ende. Während diese auf Alt-Falkenstein von habgierigen Freiern umlagert und ihres Lebens kaum sicher war, irrte Kuno, des Weges unkundig, in Wüsteneien rastlos umher. Erschöpft von solchen Anstrengungen und betäubt, fiel er endlich in einen langen und tiefen Schlaf, worin ihm aber wirre Träume weiter keine Ruhe ließen. Sie gaukelten ihm vor, wie seine Ehefrau, ihres Versprechens entbunden und ihn für todt haltend, nun von übermüthigen Nachbarn bestürmt und, nach vergeblichem Widerstande, | ||
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| + | Augenblicklich öffnete sich im Boden ein tiefer Spalt, unter Flammen und Rauch stieg ein Löwe empor, den Kuno sofort bestieg und auf dem er hoch über Land und Meer dahinflog. Aber der Weg aus Palästina bis auf den [[region: | ||
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| + | So einsam es nun in der Tiefe war, so lärmend war es oben, wo sich bereits die Hochzeitgäste, | ||
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| + | Da meldete der Thorwart einen Pilger, mit ellenlangem Barte und zerrissenen Kleidern, der angeblich aus dem gelobten Lande komme und eines erquicklichen Trunkes gewärtig sei. Obgleich die Gäste auf Abweisung des Landstreichers, | ||
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| + | Da hob die Ueberglückliche den alten und neuen Ehering hoch empor, stürzte damit, Gott preisend, durch die Schaaren der Anwesenden und sank an der Pforte, um Verzeihung und Wiederaufnahme flehend, vor dem längst todtgeglaubten Gemahl nieder. Während dieser sie unter Freudenthränen emporhob und an sein Herz drückte, verloren sich nach und nach die verblüften Gäste, und nur der treue Falke, ehe er in die höheren Lüfte zurückkehrte, | ||
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| + | Fortan wurde ihnen auch reicher Kindersegen zu Theil. Ein Bild des rettenden Falken, schnäbelnd und mit geschwungenen Flügeln, nahm aber Kuno, wie noch alte Pergamentbriefe ausweisen, in sein und seines Hauses Rittersiegel auf. | ||
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