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sagen:vsfreiburg02

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 +====== Zähringen ======
  
 +    Geschichte der Stadt Freiburg, Thl. I. S. 13. „Die Herzoge von Zähringen. Schloß 
 +    und Dorf Freiburg.“
 +    Ferner: „Die Burgen, Klöster, Kirchen und Kapellen Badens und der Pfalz von Othmar 
 +    Schönhuth und A. v. Bayer.“ Thl. II. S. 313. ff.
 +
 +Des Gipfels stolze Linde\\
 +Neun luft’ge Kronen dehnt;\\
 +An ihres Stammes Rinde\\
 +Der flücht’ge Kaiser lehnt.\\
 +
 +Nur wenige Getreuen\\
 +Ließ ihm die heiße Schlacht;\\
 +Sie kämpften all wie Leuen\\
 +Gen Feindes Uebermacht.\\
 +
 +Nicht lange kann es währen,\\
 +So steht er rings umdroht;\\
 +Er denkt daran mit Zähren\\
 +Und wünschet sich den Tod.\\
 +
 +Nun schlagen an die Rüden,\\
 +Ein schwerer Tritt erschallt;\\
 +Die Wächter rings, die müden,\\
 +Erheben sich im Wald.\\
 +
 +Durch Dorngenist und Farren\\
 +Der Köhler naht mit Gruß,\\
 +Und schichtet Silberbarren\\
 +Viel an des Herrschers Fuß.\\
 +
 +Er trug sie und die Söhne,\\
 +Die alle reckenhaft;\\
 +Von Wuchs, von Antlitz schöne,\\
 +Voll kecker Männerkraft.\\
 +
 +„Der Hort sei Dir beschieden,\\
 +Der drüben in dem Holz\\
 +Aus meines Meilers Kohlen\\
 +Aus Felsenstufen schmolz.“\\
 +
 +„Nimm hin, um ihn zu prägen,\\
 +Daß bald der Schilling rollt;\\
 +Gar manchen wackern Degen\\
 +Nimmst Du dafür in Sold.“\\
 +
 +„Ich steh mit meinen Knaben\\
 +Gegürtet schon zum Strauß;\\
 +Wir all geschworen haben,\\
 +Zu gründen neu Dein Haus.“\\
 +
 +Da hob sich rasch der Kaiser\\
 +Und faßte neuen Muth:\\
 +„Gottlob, mein Held, mein greiser,\\
 +Es wird noch Alles gut.“\\
 +
 +„Du hast durch Deine Spende\\
 +Das Blatt hier rasch gewandt;\\
 +Es führt zu gutem Ende,\\
 +Befreiet unser Land!“
 +
 +„Ich will Dich drum belohnen,\\
 +Mein Schwert giebt Dir den Streich;\\
 +Als Ritter sollst Du wohnen\\
 +In dem befreiten Reich!“\\
 +
 +„Weil Du des Feindes Schlingen\\
 +Zerbrichst mit treuer Hand;\\
 +Die Zähren willst verringen,\\
 +[[familie:Zähringer]] sei genannt!“\\
 +
 +„Der Berg, von dessen Hange\\
 +Wir ziehn die Siegesbahn,\\
 +Der Schutz geboten lange:\\
 +Heiß Kaiserstuhl fortan!“\\
  
 //Quelle: [[autor:heinrichschreiber|Heinrich Schreiber]], [[buch:vsfreiburg|Die Volkssagen der Stadt Freiburg im Breisgau und ihrer Umgegend]], Druck und Verlag von Fr. Xav. Wangler, 1. Auflage von 1867// //Quelle: [[autor:heinrichschreiber|Heinrich Schreiber]], [[buch:vsfreiburg|Die Volkssagen der Stadt Freiburg im Breisgau und ihrer Umgegend]], Druck und Verlag von Fr. Xav. Wangler, 1. Auflage von 1867//
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sagen/vsfreiburg02.1753942419.txt.gz · Zuletzt geändert: von ewusch