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sagen:vsb215

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 Um zu erfahren, ob auf dem Berge Gespenster seien, war ein Steinhauer, nach verrichtetem Gebet, in einer hellen Adventsnacht mit Licht dahin gegangen. Kaum hatte es zwölf geschlagen, so zeigte sich ein weißes Kind, ging um den Thurm herum und verschwand. Nach diesem kam eine weißverschleierte Frau, wandelte auch um den Thurm und war sodann weg. Zuletzt erschienen mehrere solche Frauen, um kreis'ten ebenfalls den Thurm und verschwanden. Alle diese Gestalten waren wie aus Dunst gebildet und so leicht, daß sie kaum den Boden berührten. Ueberzeugt, daß es auf dem Berge Gespenster gebe, verließ nun der Steinhauer denselben. Um zu erfahren, ob auf dem Berge Gespenster seien, war ein Steinhauer, nach verrichtetem Gebet, in einer hellen Adventsnacht mit Licht dahin gegangen. Kaum hatte es zwölf geschlagen, so zeigte sich ein weißes Kind, ging um den Thurm herum und verschwand. Nach diesem kam eine weißverschleierte Frau, wandelte auch um den Thurm und war sodann weg. Zuletzt erschienen mehrere solche Frauen, um kreis'ten ebenfalls den Thurm und verschwanden. Alle diese Gestalten waren wie aus Dunst gebildet und so leicht, daß sie kaum den Boden berührten. Ueberzeugt, daß es auf dem Berge Gespenster gebe, verließ nun der Steinhauer denselben.
  
-An einem Schneemorgen wollte ein Steinbrecher aus dem Steinbruch des Thurmbergs seine Werkzeuge holen. Als er zum Burgbrunnen kam, sah er vor sich einen grüngekleideten Herrn unter einem grünen Regenschirm schreiten, ohne daß derselbe in dem weichen, tiefen Schnee Fußstapfen hinterließ. Obwohl den Steinbrecher darüber ein Grauen befiel, ging er doch dem Herrn in den Steinbruch nach, wo er aber, obschon er gleich nach ihm dahin kam, nichts mehr von ihm entdecken konnte.+An einem Schneemorgen wollte ein Steinbrecher aus dem Steinbruch des [[region:turmbergkarlsruhe|Thurmbergs]] seine Werkzeuge holen. Als er zum Burgbrunnen kam, sah er vor sich einen grüngekleideten Herrn unter einem grünen Regenschirm schreiten, ohne daß derselbe in dem weichen, tiefen Schnee Fußstapfen hinterließ. Obwohl den Steinbrecher darüber ein Grauen befiel, ging er doch dem Herrn in den Steinbruch nach, wo er aber, obschon er gleich nach ihm dahin kam, nichts mehr von ihm entdecken konnte.
  
 Ein anderer Steinbrecher, der nach der Abendglocke im Steinbruch arbeitete, hörte, da er trotz aller Anstrengung einen Stein nicht losbrachte, hinter sich ein spöttisches Lachen. Als er umschaute, stand ein langer schwarzer Mann ohne Kopf da, vor welchem er erschrocken davon lief. Nachher konnte er nur noch bis abends vier Uhr im Steinbruch bleiben, weil später von unsichtbaren Händen stets mit Steinen nach ihm geworfen wurde. Ein anderer Steinbrecher, der nach der Abendglocke im Steinbruch arbeitete, hörte, da er trotz aller Anstrengung einen Stein nicht losbrachte, hinter sich ein spöttisches Lachen. Als er umschaute, stand ein langer schwarzer Mann ohne Kopf da, vor welchem er erschrocken davon lief. Nachher konnte er nur noch bis abends vier Uhr im Steinbruch bleiben, weil später von unsichtbaren Händen stets mit Steinen nach ihm geworfen wurde.
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 //Quelle: [[autor:bernhardbaader|Bernhard Baader]], [[buch:vsbaden|Volkssagen aus dem Lande Baden und den angrenzenden Gegenden]], Band 1, Verlag der Herder’schen Buchhandlung, Karlsruhe 1851// //Quelle: [[autor:bernhardbaader|Bernhard Baader]], [[buch:vsbaden|Volkssagen aus dem Lande Baden und den angrenzenden Gegenden]], Band 1, Verlag der Herder’schen Buchhandlung, Karlsruhe 1851//
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-{{tag>sagen bernhardbaader vsb baden durlach schwarzermann kaputziner gemeingang v0}}+{{tag>sagen bernhardbaader vsb baden durlach rhein turmbergkarlsruhe schwarzermann kaputziner gemeingang v0}}
sagen/vsb215.1773244855.txt.gz · Zuletzt geändert: von ewusch