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sagen:vsb2021-03

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-====== Die Sage von Liuba ====== 
  
-Die Liuba ist die Göttin des Frühlings, der [[typ:Liebe]] und der Fruchtbarkeit. Der Spreewälder Sage nach, ist die Göttin Liuba die Beschützerin aller Liebenden und die Göttin des Frühlings. 
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-In [[geo:Lübben]] erzählt man sich, dass sich einst eine junge Wendenprinzessin im Lübbener Hain an die Göttin wandte. Sie war in einen Fürstensohn eines verfeindeten Stammes verliebt. Ihr Vater verbot die Liebe zu dem jungen Mann. 
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-Eines Tages war der Liebste der Prinzessin in den Kampf gezogen. Als der Prinzessin in der Nacht des Abschiedes im [[typ:Traum]] eine [[typ:weissefrau|weiße Frauengestalt]] mit wallendem Haar, die [[typ:Wehklage]], erschien, deutete sie dies als Vorzeichen des baldigen Todes ihres Geliebten. 
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-Sie flehte daher die Göttin Liuba an, sie bald wieder mit ihrem Verlobten zu vereinen. Sie opferte der Göttin ein kostbares Diadem, eine kostbare Stirnbinde und eine Halskette, die ihr der junge Fürst geschenkt hatte. 
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-Auf dem Weg nach Hause versank die Prinzessin samt ihrer goldenen [[typ:Kutsche]] und ihrem gesamten Gefolge im grundlosen [[typ:moor|Morast]], den es damals vielerorts im [[region:Spreewald]] gab. 
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-Auf dem weit entfernten Schlachtfeld wurde ihr Liebster zur selben Stunde von einem vergifteten Pfeil ins Herz getroffen - so hatte die Göttin Liuba dem Wunsch der Prinzessin erfüllt und beide im Tod wiedervereint. 
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-Im verwunschenen Stadthain von Lübben, einem urwüchsigen Rest-Auwald mit Dutzenden imposanter Buchen, Erlen und Stieleichen steht an der Stelle, wo vor Jahrhunderten eine [[typ:Eiche]] (Lubans Eiche) als Opfer-und Kultbaum zu Ehren der Göttin Liuba seinen Platz hatte, ein Gedenkstein. 
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-Dieser wurde 1854 vom damaligen Magistrat der Stadt in Auftrag gegeben und an einem ehemaligen wendischen Kult- und Opferungsort, der Eiche Lubans, aufgestellt. 1907 veranlasste die Stadt, den Stein innerhalb des Lübbener Hains und einem neuen Ort nahe dem Ufer des Fließes Bertste neu aufzustellen. 
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-Dort steht dieser bis zum heutigen Tag. Der Gedenkstein trägt außer dem Wort „Liuba“ keine weitere Inschrift. 
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-//Quellen://  
-  * //Quer durch Brandenburg, Ferienzeitung, 2017//  
-  * //Aufgespürt und aufgeschrieben vom Radduscher Ortschronisten [[autor:manfredkliche|Manfred Kliche]] im [[https://stadt.vetschau.de/cms/upload/dokumente/2021/M-A-Blatt/Vetschau_Ausgabe_2101.pdf|Vettschauer Mitteilungsblatt 01/2021]]// 
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-{{tag>sagen vetschauermitteilungsblatt2019 manfredkliche spreewald wehklage lübben prinzessin ljiuba pfeil versunken kutsche moor traum omen eiche stein}} 
sagen/vsb2021-03.1689151637.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)