sagen:veckenstedt067
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| - | ====== Die Legende | + | ====== Die Sage vom Wendenfürsten und den Schlangen ====== |
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| - | Der Knabe war ein schönes, liebliches Kind. Deshalb nahm ihn eine [[typ:zauberer|Zauberin]] an und erzog ihn, sie hoffte durch ihn noch einmal ihr Glück zu machen. Als aus dem Knaben ein Jüngling geworden war, hielt er sich stets im [[region: | + | Der Knabe war ein schönes, liebliches Kind. Deshalb nahm ihn eine [[wesen:Zauberin]] an und erzog ihn, sie hoffte durch ihn noch einmal ihr Glück zu machen. Als aus dem Knaben ein Jüngling geworden war, hielt er sich stets im [[region: |
| - | Eines Tages war der Jüngling wieder im Spreewalde. In der Ferne hörte er den [[typ: | + | |
| - | Die schöne fremde Frau reichte ihrem Erretter die Hand und sprach ihm ihren Dank aus. Indem kam ihr Gemahl, ein fremder, deutscher Fürst, zur Stelle. Sie erzählte ihm ihre Gefahr und ihre Rettung, Der Fürst, ein alter, hässlicher Mann, stellte sich, als ob er dem Erretter seiner Frau sehr dankbar sei. Er lud ihn zu sich in sein Zelt und bewirthete ihn dort reichlich. In der Nacht aber gab er einem seiner Kriegsknechte | + | Eines Tages war der Jüngling wieder im Spreewalde. In der Ferne hörte |
| - | Darauf führte sie ihn an einen freien, lichten Platz, auf welchem sich ein kleiner Hügel befand. Vor demselben machte die Schlange Halt und deutete ihm an; er solle den Hügel durchsuchen. Das that der Jüngling. Da fand er im Hügel das alte Schwert und den Schatz der Wenden. Als er sich mit dem Schwert umgürtet hatte, erkannten ihn die Wenden als ihren Herrn und Führer an. Schnell sammelte er eine Schaar von Wendenkriegem um sich. Mit diesen erstürmte er die Burg des fremden Fürsten und [[typ: | + | Die schöne fremde Frau reichte ihrem Erretter die Hand und sprach ihm ihren Dank aus. Indem kam ihr Gemahl, ein fremder, deutscher Fürst, zur Stelle. Sie erzählte ihm ihre Gefahr und ihre Rettung, Der Fürst, ein alter, hässlicher Mann, stellte sich, als ob er dem Erretter seiner Frau sehr dankbar sei. Er lud ihn zu sich in sein Zelt und bewirthete ihn dort reichlich. In der Nacht aber gab er einem seiner Kriegsknechte den Befehl, er solle den Fremdling tödten. Dieser lag im tiefsten Schlaf. Plötzlich erweckte ihn ein lauter Schrei: er sprang erschreckt von seinem Lager auf. Da sah er einen Kriegsmann mit gezücktem Schwert sterbend am Boden liegen, eine Schlange hatte denselben in den Fuss gestochen. Sofort erkannte er den Zusammenhang des Geschehenen. Die Schlange, welche ihn gerettet hatte, gab ihm ein Zeichen, er solle ihr folgen. Das that er. Die Schlange geleitete ihn sicher und unbemerkt durch die Mannen des fremden Fürsten. |
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| + | Darauf führte sie ihn an einen freien, lichten Platz, auf welchem sich ein kleiner Hügel befand. Vor demselben machte die Schlange Halt und deutete ihm an; er solle den Hügel durchsuchen. Das that der Jüngling. Da fand er im Hügel das alte Schwert und den Schatz der Wenden. Als er sich mit dem Schwert umgürtet hatte, erkannten ihn die Wenden als ihren Herrn und Führer an. Schnell sammelte er eine Schaar von Wendenkriegem um sich. Mit diesen erstürmte er die Burg des fremden Fürsten und erschlug denselben mit eigener Hand. Die junge Fürstin aber ward sein Weib. | ||
| Darauf erbaute er sich von dem Schatz der Wenden in der Stadt [[geo: | Darauf erbaute er sich von dem Schatz der Wenden in der Stadt [[geo: | ||
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