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sagen:unterharz429

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-====== Die Hebamme und die Kinder in der Räder-See - 2. Sage ======+====== Die Hebamme und die Kinder in der Räder-See - 1. Sage ======
  
-Andere erzählen Folgendes: »Die Hebamme hat der Geist von Pastors gelangt, die in Wochen waren.« Die Tochter von der Hebamme fand das Tuch ihrer Mutter an der Räder-See. Als Pastors Taufe hatten, haben auch die im Wasser getauft. Die Gevattern des Pastors und des Geistes tanzten auf der Wiese beim Försterhause. Sie hatten nur einen kleinen buckligen Mann, der sich dazu erboten hatte, zum Musikmachen, es war aber, als wären es ein halb Mandel Musikanten gewesen. Der bucklige Musikant sagte: er müßte doppeltes Lohn kriegen. Da sagten die Geister: dann sollte er zwei Buckel haben. Da hatte er zwei Buckel. – Die Geister wünschten den Rodishaynern, daß kein Feuer aufkommen solle. +In Rodishain, welches früher ein Kloster gewesen sein soll, war eine Hebamme, bei der klopfte es Abends nach zehn Uhr. Da stand eine Kutsche mit vier Schimmeln vor der Thür, sie mußte sich in die Kutsche setzen und die vier Schimmel fuhren in die Räder-See, wie auf einer Straße. Unten in der Räder-See fand sie mehrere Familien (Hütten- oder Bergleute, die das Geschäft der frühern Bergleute unterirdisch fortsetzten), auch eine Wöchnerin. Es ward ein Knabe geboren. Die Hebamme mußte sich drei Tage aufhalten, wurde reich beschenkt und ward ihr versprochen, solange Rodishain stände, sollte dort keine Feuersbrunst sein. 
  
 //Quelle: [[autor:proehle|Dr. Heinrich Pröhle]], [[buch:unterharz|Unterharzische Sagen]], Aschersleben 1856// //Quelle: [[autor:proehle|Dr. Heinrich Pröhle]], [[buch:unterharz|Unterharzische Sagen]], Aschersleben 1856//
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