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sagen:tss4344

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 ====== Der fürigt Muhn im Seeställche n der Besoffe! ====== ====== Der fürigt Muhn im Seeställche n der Besoffe! ======
  
-Douge in Seeställche da ihs lang Ziht e fürigter Muhn om gegange. Das wair enner, der bei sin Lahwe doirt erom de Grenzstein verrockt hatt, a bann des Awwets Lüht doirt eruff gegange kuhme, da gihuk e allemal doirt eröm, u hatt en Grenzstein in Henge, u suhk: „ bu seß ich en hin? bu setz ich en hin!" — Wittersch((Weiter)) thet e kem Mensche epppes, u de Lüht fuirte sich au zuleßt net meh für en, u gihuke((gingen)) stell((still)) un en verbei, ließen en mit sie Grenzstein steh, buh e stuhn. Bann se awwer verbei wairn, da fihuke allemahl un ze wimmern. Emahl, da kuhm enner von der Grummich((Grumbach, Sauerbrunnsgrumbach, das an Liebenstein angränzende Dorf)) eruff geduppert, der hatt e wenk ze tief ins Brahntewihnsglas geguckt. U bih e doirt bein Seeställche verbei gewauft((waufen bezeichnet den unsichern schlendernden und wankenden Gang eines Trunkenen)) kuhm, da gihnk au der fürigt Muhn miht sin Grenzstein doirt erdm. Wihl en gerad in Wehk wair, ze blehb der Besoffe e Fleckche stinn((ein Weilchen stehen)), u stahlt((stellt)) sich fest off de Bein, u guckt den fürigte Muhn zu, bih der miht sinn Grenzstein doirt eröm gihnk, u ümmer suhk; "bu stell ich en hin? bu stell ich en nert((nur)) hin?" Endlich, bih e s'n((wie er es)) mühd wair, da hob e in sinner Besoffeheit un, u suhk zum fürige Muhn: "du dommer Jerz!((dummer Jerz, soviel als Dummerjan, ein übliches Schimpfwort)) banns de net weißt, bu d'en föllst hiestell, da stell en dach widder hie, bu’s den her kreht hast!" Da hob der fürigt Muhn un: off das Wuirt((Wort)) hätt e scho honnert u so u so vill Jaihr gewairt't, daß's eis hätt sollt zu en sai. He hett' en allewihl derlohst((erlöst)), u söll en der liebe Gott au e fröhlich Stonn((Stunde)) derfür gah. Suhk's, u verschwonge wair e, u - si Lahte hat fenner der Ziht kei Mensch den fürigte Muhn in T Seeställche widder gestehnt.+Douge in Seeställche da ihs lang Ziht e fürigter Muhn om gegange. Das wair enner, der bei sin Lahwe doirt erom de Grenzstein verrockt hatt, a bann des Awwets Lüht doirt eruff gegange kuhme, da gihuk e allemal doirt eröm, u hatt en Grenzstein in Henge, u suhk: „bu seß ich en hin? bu setz ich en hin!" — Wittersch((Weiter)) thet e kem Mensche epppes, u de Lüht fuirte sich au zuleßt net meh für en, u gihuke((gingen)) stell((still)) un en verbei, ließen en mit sie Grenzstein steh, buh e stuhn. Bann se awwer verbei wairn, da fihuke allemahl un ze wimmern. Emahl, da kuhm enner von der [[geo:badliebenstein|Grummich]]((Grumbach, Sauerbrunnsgrumbach, das an Liebenstein angränzende Dorf (Anmerkung Sagenwiki: Die Orte Sauerbrunn und Grumbach wurden 1801 zu einer Gemeinde vereinigt, welche seitdem offiziell Liebenstein heißt) )) eruff geduppert, der hatt e wenk ze tief ins Brahntewihnsglas geguckt. U bih e doirt bein Seeställche verbei gewauft((waufen bezeichnet den unsichern schlendernden und wankenden Gang eines Trunkenen)) kuhm, da gihnk au der [[wesen:feuermann|fürigt Muhn]] miht sin Grenzstein doirt erdm. Wihl en gerad in Wehk wair, ze blehb der Besoffe e Fleckche stinn((ein Weilchen stehen)), u stahlt((stellt)) sich fest off de Bein, u guckt den fürigte Muhn zu, bih der miht sinn Grenzstein doirt eröm gihnk, u ümmer suhk; "bu stell ich en hin? bu stell ich en nert((nur)) hin?" Endlich, bih e s'n((wie er es)) mühd wair, da hob e in sinner Besoffeheit un, u suhk zum fürige Muhn: "du dommer Jerz!((dummer Jerz, soviel als Dummerjan, ein übliches Schimpfwort)) banns de net weißt, bu d'en föllst hiestell, da stell en dach widder hie, bu’s den her kreht hast!" Da hob der fürigt Muhn un: off das Wuirt((Wort)) hätt e scho honnert u so u so vill Jaihr gewairt't, daß's eis hätt sollt zu en sai. He hett' en allewihl derlohst((erlöst)), u söll en der liebe Gott au e fröhlich Stonn((Stunde)) derfür gah. Suhk's, u verschwonge wair e, u - si Lahte hat fenner der Ziht kei Mensch den fürigte Muhn in T Seeställche widder gestehnt.
  
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sagen/tss4344.1718192345.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)