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sagen:tss4337

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 +====== Der Landgrafenacker ======
  
 +Duisse im Fell((Draußen im Felde)), glich öber der Buirnwiese((Bauernwiese)), da leit e Acker, den heißt me den Landgrafeacker, wihl en de Ehdellüht odder de Grafe emahl hun mutt erömer ähr.((herum ackern))
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 +Vör vill vill honnert Jaihrn, da is nemlich emahl e [[vip:ludwigiithueringen|Landgraf]] gewahst, dahs is gair e guter Landgraf gewahst, u hats net gelehte, daß de Oengerthune geschonge((geschunden)) u geplagt würn. Awwer der Landgraf wair wiht((weit)) von hie dahein, u da hunn de hiesige Ehdellüht gekleit((geglaubt)) se wern sicher für en, un e derführ'sch((erführe es)) nett, u hunn de Oengerthune((Unterthanen)) gepeinigt u geplagt, bis offs Bluht, u hunn se unstatt der Oisse u Güll((Ochsen und Gäule)) vörn Pfluhk gespannt, u hunn geairn((geackert)) nicht en, bih me mit Oisse u Gülle ärt. Das Deink das hunn se lang ungetrehbe, u hat's en kem((kein)) Mensch konnt gewehr. Endlich awwer da ihs der Landgraf ehmal in die Gehnet(( Gegend)) gekomme, u hats derfairn((erfahren)), bihs de Ehdellüht mit sinn Oengerthune maichte. Da ihs e springbös gewuirn, u hat se all laß zesummekomm, u hat se au in Pfluhk gespannt, bi de Oisse u de Güll, u hat se laß den Acker erömmerähr, den ma noch hüttigstaihs((heutiges Tages)) den Landgrafenacker heißt. U der Landgraf ihs mit der Platzgeischel((Peitsche)) hinner en((hinter ihnen)) hergegangen, u hat off se geplatzt, bann se mühd gewahst sein u net richtig meh hunn konnt gezieh, gerad so bih sühs den Oengerthune gemaicht hatte. U bih se fertig sein gewahst, da hat en ugesuin((angesagt)), daß e sich genau wühr laß derkundige((erkundigen)), u bann e widder derführ, daß se de Oengerthune e so schönge u plagte, bih se's gemaicht hätte, u hätte kei Mitlihde((Mitleid)) mieht en gehatt, da wöll e widder komm, u wöll se widder in Pfluhk spann u wöll des ganz Fehld mit en erömmer ähr, u wöll off se platz, bis der letzt Mann sin Geist uffgegahn hätt.
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 +U dernach hinte((nachher)) da hunn sich die Ehdellüht in Aicht genumme u hunn de Oengerthune net mehe e so geplagt u geschonge bi vördam. Awwer de Oengerthune, die hunn för örn gute Landgrafe gebatt((gebetet)) öhr Lahte lang, u hätte Gut u Blut gern für en gelasse. U se hunn den Acker den Landgrafeacker geheiße, u hunn ümmer der Vahter sinn Kenge u Kengskenge((Kindern und Kindeskindern)) die Geschichte von öhrn gute Landgrafe derzahlt((erzählt)), daß sie Angedehnke((Andenken)) nümmermeh söll öngergeh((untergehen)), u hat sich au derhalle((erhalten)) bis offen hüttige Tahk.
  
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