sagen:tss2309
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| Es ist mir von einem andern Mann auch das erzählt worden: In der Brunosburg war eine Gräfin von stolzer und heftiger Gemüthsart, | Es ist mir von einem andern Mann auch das erzählt worden: In der Brunosburg war eine Gräfin von stolzer und heftiger Gemüthsart, | ||
| - | Dieser Strählersche (Strählerin) war aber, man weiß nicht wodurch, die Gabe des Wünschens verliehen, so daß, wenn sie etwas mit Lebhaftigkeit wünschte, der Wunsch alsobald in Erfüllung ging. Nun begab sich's einmal, daß sie die Gräfin strählte, wobei es nicht abging ohne einiges Rupfen und Haarzausen, darüber wurde die Gräfin sehr unwirsch und ungeduldig, und gab ihrer Dienerin viele böse und harte Worte. Das nahm sich die zu Herzen, wurde auch ihrerseits zornig und hub an zu wünschen: Ich wollte, daß gleich das ganze Schloß sammt Euch und mir zwanzig Klaftern tief in den Erdboden hinein versänke! Gesagt, geschehen. Die Burg versank in die Tiefe mit allem, was darauf und darin war, und Herrin und Dienerin befanden sich mit einander in der dunkeln Bergestiefe, | + | Dieser Strählersche (Strählerin) war aber, man weiß nicht wodurch, die Gabe des Wünschens verliehen, so daß, wenn sie etwas mit Lebhaftigkeit wünschte, der Wunsch alsobald in Erfüllung ging. Nun begab sich's einmal, daß sie die Gräfin strählte, wobei es nicht abging ohne einiges Rupfen und Haarzausen, darüber wurde die Gräfin sehr unwirsch und ungeduldig, und gab ihrer Dienerin viele böse und harte Worte. Das nahm sich die zu Herzen, wurde auch ihrerseits zornig und hub an zu wünschen: Ich wollte, daß gleich das ganze Schloß sammt Euch und mir zwanzig Klaftern tief in den Erdboden hinein versänke! Gesagt, geschehen. Die Burg versank in die Tiefe mit allem, was darauf und darin war, und Herrin und Dienerin befanden sich mit einander in der dunkeln Bergestiefe, |
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