sagen:tss2211
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| - | **[[buch:tss|Der Sagenschatz | + | **[[capitel:tss2000|Sagen aus Thüringens Frühzeit, von Ohrdruf |
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| + | ====== Reiche Schätze im Kienberg ====== | ||
| + | Im Wölfisser Felde unter dem Kienberg gegen [[geo: | ||
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| + | Sie brachen in einer gelben sandigen Letten, und wenn man sie aufschlug, fand man darin überaus herrliche Krystallen, und wenn man sie schmolz, fand man ein gemischtes Erz, in einem Centner des Gesteins fünfundzwanzig Pfund, und zwar 20 Pfd. Zinn, 3 Pfd. Silber und 2 Pfd. Gold. | ||
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| + | In dem zweiten Schacht wurde grauer Schiefer gefunden, aus dem man Silber gewann, und schwarzer Schiefer mit messerrückendicken gelben Kiesstreifen, | ||
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| + | Da, wo der Kienberg hinter dem Stutzhaus aufsteigt, stand ein Eichenstock mit drei Kreuzen gezeichnet, zwei Lachter lang davon war in einem birkenen Gebüsch eine Grube, die nun versett ist, und die nicht wohl wieder gefunden werden mag, weil der Eichenstock ausgerodet ist. Es gingen 16 Stufen hinab, und es liegt dort ein gediegen Sitz bererz in grauen Letten. Wo das Thal am Kienberg sich zur Höhe zieht, und auf der andern Seite wieder absteigt, sprang sonst eine Quelle, aus der man Gold gewaschen hat. Dort sind öfter eine Zeitlang im Jahr fremde Männer mit ledernen Säcken gesehen worden. Oben auf der Höhe des Berges, wo das Thal sich auszieht, bildet es eine Mulde, und in deren Mitte war das Waschwerk, es ist aber mit großen Steinen zugeworfen, so daß man wohl den Ort merken kann, aber kein Wasser mehr findet. Erst 50 Lachter tiefer am Berg lag ein Trinkrinnlein, | ||
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| + | In der sogenannten Gabel am Kienberg steht ein 2 Lachter tiefer Schacht mit einem gediegenen Kupfererz, der in drei Tagen aufgeräumt werden könnte, daß der Gang entblößt stände. Das Erz steht im Anbruch Z Ellen breit, ist gemischt und hält der Centner 1 Pfd. Silber und 19 Pfd. Kupfer. Hinten am Kienberg steht silberhaltiges, | ||
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| + | Auf der Höhe des Kienbergs, dem Stutzhaus gegenüber, ist ein Schurf gethan worden, da hat man Krystallen angetroffen, | ||
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| + | So mancherlei Schätze ruhen im Kienberg, das von heutzutage kaum noch ein alter Bergmann etwas weiß. | ||
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