sagen:tss2109
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| - | **[[buch:tss|Der Sagenschatz | + | **[[capitel:tss2000|Sagen aus Thüringens Frühzeit, von Ohrdruf |
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| + | ====== Irminfried wird mit Krieg überzogen ====== | ||
| + | König Theoderich sandte an Irminfried, der auf der Merovigs Burg saß, und verlangte sein Recht, wünschte auch, da er ihm geholfen, daß Irminfried ihm wieder zustehe in Friede und Eintracht, wenn sich etwa einer seiner Brüder oder sonst jemand mit ihm zweie, und daß sie in gegenseitiger Treue einander zu Hülfe sein wollten, da doch ihre Lande aneinanderstießen, | ||
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| + | Hierauf verzog sich nun des Königs Antwort an Theoderich, denn seine Fürsten, Grafen, Ritter und Reisige wünschten das Bündniß mit dem Frankenkönig wegen der angrenzenden Sachsen, von denen sie wußten, daß diese nicht die guten Freunde der Thüringer waren. Aber der Rath der Amalberga, Irings und ihres Anhangs siegte über den König, dem jene einredeten, das Land habe der Mannen genug, sich der Sachsen zu erwehren und vor ihnen sich zu schirmen, und der König antwortete nun dem Abgesandten Theoderichs also: Ich will der Freundschaft und Magschaft meines Schwagers nicht absagen, aber mich nicht zu ihm verbinden und schwören. Höre ich doch von meiner Frau, daß er unehelich geboren, folglich ein Knecht ist, wie will er das Königreich behalten, da er die Freiheit nicht behalten kann? Darum ziemet mir nicht, ihm Hand und Treue zu geben, vielmehr ist seine Herrschaft eigentlich die meinige. Als der Bote diese Worte vernahm, ward er tief, bewegt und sprach: Ich möchte euch lieber meinen Kopf geben, als solche Rede heimbringen, | ||
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| + | Als Theoderich die unweise Rede hörte, ward er von Unmuth erfüllt, doch barg er seinen Zorn und sprach: So müssen wir gedenken, daß wir unserer Schwester und unserm Schwager als ein Knecht dienen. Und er sammelte ein großes Heer aus den Ländern am Rhein und aus Frankreich, verband sich auch mit seinem Bruder Chlotar, dem er einen Theil des eroberten Landes verhieß, und sprach beim Wegzug also zu seinen Mannen: Gedenkt des Unrechts nicht allein, das mir von Irminfried widerfahren, | ||
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