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sagen:tss2105

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-====== Attila in Thüringen ======+====== Attila in Thüringen (Bechstein) ======
  
 Als [[vip:merowech|Merovig]] herrschte, zog der Hunnenkönig [[vip:attila|Etzel]] durch [[land:Thüringen]], da er aus Gallien kam, mit großer Heeresmacht und schrecklichem Wüthen. Er nannte sich selbst die Geißel Gottes und war die Geißel der Völker. In [[geo:Köln]] hatte er die heilige Ursula und ihre elftausend Jungfrauen tödten lassen, und vor ihm und seinen [[volk:hunnen|Heunen]] zitterten alle Lande. Das war zu den Zeiten, als [[wesen:dietrichvonbern|Dietrich von Bern]] (Verona) lebte, von dem man sang in alten Liedern. König Etzel kam gen [[geo:Eisenach]], wo ein Gewaltiger saß, den sie König Günther nannten. Dieser hatte eine reizende Tochter, Chrimhilde, und gab sie dem Etzel zur Ehe, um an ihm, dem Mächtigen, einen Freund und Bundesgenossen zu haben. Da hielt der Hunnenkönig festliches Beilager und schrieb einen großen Tag aus, zu dem fast alle deutschen Fürsten kamen und sich um seine Gunst bewarben. Attila lag eine Zeitlang still in Thüringen und rüstete sich zum Einfall in das Römerreich. Als [[vip:merowech|Merovig]] herrschte, zog der Hunnenkönig [[vip:attila|Etzel]] durch [[land:Thüringen]], da er aus Gallien kam, mit großer Heeresmacht und schrecklichem Wüthen. Er nannte sich selbst die Geißel Gottes und war die Geißel der Völker. In [[geo:Köln]] hatte er die heilige Ursula und ihre elftausend Jungfrauen tödten lassen, und vor ihm und seinen [[volk:hunnen|Heunen]] zitterten alle Lande. Das war zu den Zeiten, als [[wesen:dietrichvonbern|Dietrich von Bern]] (Verona) lebte, von dem man sang in alten Liedern. König Etzel kam gen [[geo:Eisenach]], wo ein Gewaltiger saß, den sie König Günther nannten. Dieser hatte eine reizende Tochter, Chrimhilde, und gab sie dem Etzel zur Ehe, um an ihm, dem Mächtigen, einen Freund und Bundesgenossen zu haben. Da hielt der Hunnenkönig festliches Beilager und schrieb einen großen Tag aus, zu dem fast alle deutschen Fürsten kamen und sich um seine Gunst bewarben. Attila lag eine Zeitlang still in Thüringen und rüstete sich zum Einfall in das Römerreich.
  
-Die alten [[volk:Thüringer]] wußten noch von ihm zu sagen, wie mild und kostfrei er gewesen, und schrieben ihm die Münzen und Decems - Pfennige zu, die man noch bisweilen in Aeckern und Weingärten ausgräbt. Bei Tonndorf, dicht an der Enzeroder Flur, lag er am See, weidwerkete dort und fischte. Noch heißt ein Ort daselbst der Königsstuhl.+Die alten [[volk:Thüringer]] wußten noch von ihm zu sagen, wie mild und kostfrei er gewesen, und schrieben ihm die Münzen und Decems - Pfennige zu, die man noch bisweilen in Aeckern und Weingärten ausgräbt. Bei [[geo:Tonndorf]], dicht an der Enzeroder Flur, lag er am See, weidwerkete dort und fischte. Noch heißt ein Ort daselbst der Königsstuhl.
  
-//Quellen:// +//Quelle: [[autor:bechstein|Ludwig Bechstein]] - [[buch:tss|Der Sagenschatz und die Sagenkreise des Thüringerlandes]], Meiningen und Hildburghausen, 1857, Verlag der Kesselringschen Hofbuchhandlung// 
-  * //[[autor:bechstein|Ludwig Bechstein]] - [[buch:tss|Der Sagenschatz und die Sagenkreise des Thüringerlandes]], Meiningen und Hildburghausen, 1857, Verlag der Kesselringschen Hofbuchhandlung// +
  
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 {{tag>sagen bechstein tss thüringen merowech attila köln ursula hunnen dietrichvonbern eisenach kriemhild v2}} {{tag>sagen bechstein tss thüringen merowech attila köln ursula hunnen dietrichvonbern eisenach kriemhild v2}}
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