sagen:tsb425
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| + | ====== Die Gleichensche Doppelehe ====== | ||
| + | Kaum hat eine thüringische Sage so allgemeine Verbreitung gefunden, als die von dem zweibeweibten Grafen von Gleichen, auch kaum eine so viele gelehrte Streithahnfedern in Bewegung gesetzt, als eben diese, höchstens hat der „Püsterich“ solche überflüssige Schreiberei noch überboten. Die unselige Sucht, eine Sage nicht als Sage gelten lassen zu wollen, sondern einestheils sie mit Gewalt zu einer geschichtlichen Thatsache zu stempeln, anderntheils alles aufzubieten, | ||
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| + | Die Sage lautet: Ludwig (andere nennen ihn Ernst), Graf von Gleichen, nahm Theil an dem Kreuzzuge, dem sich Ludwig der Heilige, Landgraf von Thüringen, unter dem Banner Kaiser Friedrich II. angeschlossen hatte. Graf Ludwig war am Thüringer Landgrafenhofe ritterlich erzogen worden, und soll mit einer Gräfin von Orlamünde vermählt gewesen sein, die ihm zwei Kinder geboren. Nachdem Landgraf Ludwig seinen frommen Eifer mit dem Tode gebüßt, folgte Graf Ludwig dem Kaiser nach Accon, und blieb zum Schutze der Stadt Ptolemais zurück, nachdem der Kaiser sich bereits zur Rückkehr eingeschifft hatte. Bei einem Ausfalle oder Streifzuge gegen die Ptolemais umlagernden Sarazenen gerieth der deutsche Graf in die Gefangenschaft der Araber, wurde an den Sultan Aegyptens verkauft und nach Alkair gebracht. Dort mußte der Graf harte Sclavenarbeit verrichten, und schmachtete neun Jahre in der Gefangenschaft, | ||
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