sagen:tsb309
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| + | ====== Der Thränenkrug ====== | ||
| + | Zu Bodelwitz, ohnweit Pößneck, hatte eine Mutter das Unglück, daß ihr einziges Kind starb. Sie beweinte es ohne Aufhören und ihr Jammer war herzzerschneidend. Kein Ende fand sie ihrer Thränen und als sie nun drei Nächte lang unaufhörlich geweint hatte und wieder auf dem Gottesacker an des Kindes Grabe kniete, da war es gerade Perchthenzeit, | ||
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| + | „Ach wie warm\\ | ||
| + | Ist Mutterarm!“\\ | ||
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| + | Die Mutter aber konnte nicht anders, sie weinte noch einmal ihr volles Herz aus, daß der Thränenkrug schier überzufließen drohte, dann aber weinte sie keine einzige Thräne mehr. | ||
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| + | Ganz dieselbe Sage begegnet auch in Wilhelmsdorf bei Ranis. | ||
| //Quelle:// | //Quelle:// | ||
sagen/tsb309.1718205120.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
