sagen:tsb273
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| + | ====== Das Futtermännel zu Thiemendorf ====== | ||
| + | In Thiemendorf ohnweit Leutenberg war auf einem Bauerngute ein Futtermännel, | ||
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| + | Ich wische, ich wasche\\ | ||
| + | Mein Röcklein mir aus.\\ | ||
| + | Denn morgen schon ziehn wir\\ | ||
| + | Ins neue Haus.\\ | ||
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| + | Und wie gesagt, so geschehen. Die Familie zog aus und das Futtermännel half ziehen, wenn auch nicht allen sichtbar, und war auch in dem neuen Hause und den neuen Ställen thätig wie zuvor, so daß der Wohlstand des Hauses immer mehr wuchs, doch hatte das Männel keinen Dank, und wurde heimlich weit hinweggewünscht. Da kam eines Tags ein fremder Mann auf Besuch zu dem reichen Bauer, diesem entdeckte man die unheimliche Last, und daß man sie gern los sein möchte. Nichts leichter als das, rieth der Fremde: schafft ihm ein neues Röcklein und legt es auf den Futterkasten, | ||
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| + | Da hab’ ich meinen Lohn,\\ | ||
| + | Jetzt muß ich auf und davon.\\ | ||
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| + | verschwand und kam niemals wieder. Aber der Undank rächte sich, denn weder das Vieh, noch der Wohlstand des Bauern nahmen ferner zu, sondern vielmehr ab und ersterer gewann zuletzt ein gänzliches Ende. | ||
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sagen/tsb273.1718259933.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
