sagen:tsb133
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| + | ====== Von Freischützen und Zigeunern ====== | ||
| + | Wald- und wildreiche Gegenden hegen häufig die Jägersage: dieß ist auch bei der um Liebenstein, | ||
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| + | Nach Steinbach kam einmal ein Fremder, der wurde dort krank, erhielt aber gute Pflege, und ehe er den Ort verließ, sprach er zu dem Manne, bei dem er gelegen, er möge mit ihm kommen, er wolle ihm zum Danke zu einem feisten Hirsche verhelfen. Der Mann folgte, nahm aber auch seine beiden Söhne mit, denn er mochte sich etwa nicht recht trauen, mit dem Fremden allein zu gehen. Die Männer und Bursche gingen nun hinauf ins Birkicht, und der Fremde bedeutete sie, sie möchten jetzt ganz stille sein, und auch still stehen bleiben, sobald er seine Mütze fallen lasse. Bald darauf that er letzteres, stand, legte an, zielte, schoß. Keiner sah ein Wild – jener aber, als sie fragten, weshalb und nach was er geschossen habe, antwortete: Der Hirsch liegt. Dann führte er die Gefährten weit und tief in das Dickigt, und da lag ein frischgeschossener Hirsch, und war aufs Blatt getroffen. Der Mann war ein Freischütze. Der alte Schmieds Sömme (s. S. 132) war auch einer. Einmal saß er auf Wild spannend im Atterod, da fuhr der Teufel durch die Luft, und der alte Sömme schoß nach ihm, und traf ihn so, daß er ein Faß Branntwein, den der Teufel vor kurzem erst in dieser Gegend erfunden hatte, herunter fallen lassen mußte. Dem Sömme that nur leid, daß das Fäßchen vom Sturz entzwei ging. | ||
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| + | In Gumpelstadt, | ||
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| + | Zigeuner kamen sonst oft in diese Gegend, die weiten Waldstrecken boten dem Wandervolke lustige Gehege. Auch sie übten Freischützen- und sonstige Zauberkünste, | ||
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| + | Croaten spuken in der Ruhl, wie in der Nähe von Altenstein. Ueber den „Croatengräbern“ bei Waldfisch am Walde erwachen alle sieben Jahre die in einer Schlacht zwischen Schweden und Croaten gefallenen Krieger unter Schlachtgetöse, | ||
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