sagen:tsb124
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| + | ====== Der Schlangenkoch ====== | ||
| + | Am großen Wartberge quillt ein frischer Quell zu Tage, der heißt der Silberborn, bei dem hüthete einst am Johannistage der Schmerbacher Hirte, und rastete in der Mittagsstunde an der Quelle. Da trat ein Mann in fremder Tracht auf die sonnige Trift aus dem Walde heraus, und grüßte den Hirten, ja er gesellte sich zu ihm, und legte sein Gepäck neben die Quelle. Unter des Mannes Gepäck befand sich auch ein kupfernes Kesselchen von uralter Form, wie die Wasserträgerinnen in Venedig auf den Schultern tragen. Der Fremde bat den Hirten, ihm Feuer zu schlagen, er wolle sich ein Mittagsmahl bereiten, sich ein Süpplein kochen. Gern war der Hirte behülflich und entzündete ein kleines Waldfeuer, während der Fremde sich eine Gabel von einem Haselnußstrauche abschnitt, ein Tuch auf den Rasen breitete, mit der geschnittenen Wünschelruthe Kreise zog und dann auf einem Pfeifchen in seltsamer Weise pfiff. Da kamen aus allen Büschen und Felsklüften Schlangen herbei, und zuletzt ein großer Lindwurm, die zischten gräulich und ringelten sich, dann stieg von einem Ulmenbaume eine silberweiße Schlange nieder, das war der Otterkönig, | ||
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sagen/tsb124.1718261445.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
