sagen:tsb115
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| + | ====== Von der Ruhl ====== | ||
| + | Der Ursprung des bedeutenden Ortes Ruhla oder die Ruhl, der tief zwischen waldige Berge in langer Ausdehnung eingebaut ist, reicht in ziemlich frühe Zeit hinauf. Waffenschmiede sollen im eilften Jahrhundert aus Eisenach, dessen Namen man von Eisen ableiten will, weg, und in diese Thalenge gezogen sein, wo der rollende Bergbach „die Ruhl“ zu Schmieden und Hammerwerken sich ganz geeignet zeigte. Der ganze Ruhler weitausgedehnte Forstdistrikt soll früher ohne Waldung gewesen sein, und man habe die Berggelände zum Weinanbau benutzt, was uns jetzt kaum glaubhaft bedünkt. Am Ringberge wollte man noch vor hundert Jahren die Grenzraine der Weinberge von zusammengetragenen Steinen erblicken. Das alles klingt nicht glaubhaft. Besser zu glauben ist die örtliche Ueberlieferung, | ||
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| + | In Urkunden um das Jahr 1216 heißt der Ort Ruhla, Rupoldis. Jene Schmiede, in welcher Ludwig der Eiserne, der Sage nach, hart geschmiedet wurde, war vor hundert Jahren ein Zainhammer, lag fast mitten im Orte und gehörte damals dem Kaufmann Johann Hermann Malsch. Viele wollen den Ortsnamen „die Ruhl“ von „Tirol“ ableiten, und den Ort durch Einwanderer aus jenem Lande bevölkern lassen, was keine Wahrscheinlichkeit für sich hat. Nach alten Chronikensagen kamen zuerst Bergleute vom Harz in den Thüringerwald, | ||
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sagen/tsb115.1718261900.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
