sagen:tsb101
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| + | ====== Vergeltungen ====== | ||
| + | Viele hatten nicht gut und recht gegen Elisabeth gehandelt, und mehrere derselben traf dafür die Hand der Vergeltung. Leider stand der Landgraf Heinrich Raspe unter diesen in erster Reihe. Wenn er auch berechtigt erschien, der maaßlosen Freigebigkeit seiner verwittweten Schwägerin Schranken zu setzen, so mußte er doch anders gegen sie handeln als er that. Er stieß Mutter und Kinder in das Elend hinaus, statt dem Neffen ein treuer Vormund zu sein, er wollte nicht Verweser Thüringens sein, bis der Knabe Ludwigs zu reiferen Jahren gekommen, sondern Selbstherrscher, | ||
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| + | Jener fanatische Konrad von Marburg, der die arme Elisabeth auf das empörendste gequält und gemißhandelt hatte, starb keines guten Todes. Die unbeugsame Strenge, die er gegen die gedemüthigte fürstliche Frau übte, indem er sie von ihren Kindern, zuletzt auch von ihren treuanhänglichen Dienerinnen trennte, sie schlug – übte er auch als päpstlicher Ketzerrichter. Wer ihm ein Ketzer schien, oder als solcher heimlich angegeben wurde, wurde verbrannt. Im Jahre 1233 hatte Konrad einen Grafen von Sayn, einen Grafen von Henneberg, einen Grafen von Solans, eine Gräfin von Loots und viele andere der Ketzerei angeklagt, doch wurde die Unschuld dieser Angeklagten erwiesen. Als nun Konrad mit zwei Helfershelfern, | ||
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sagen/tsb101.1718260505.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
