sagen:tsb100
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| + | ====== Von Elisabeths Tod und Heiligsprechung ====== | ||
| + | Schon als Landgräfin hatte Elisabeth den strengen Prediger und Ketzerrichter Konrad von Marburg zu ihrem Beichtiger erwählt, weil ihr Gemahl denselben mit einem großen Vertrauen beehrte, und ihm die Besetzung aller geistlichen Stellen, wie die Vergebung kirchlicher Lehen übertragen. Sie gelobte ihm feierlich im Sanct Katharinenkloster zu Eisenach Gehorsam an, demüthigte sich vor ihm, geiselte sich auf sein Verlangen, und übte alle die guten Werke, welche der Glaube zur Erlangung der Seligkeit vorzeichnete, | ||
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| + | Indem Elisabeth sich mühte durch Entbehrungen, | ||
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| + | Mehr und mehr wuchs unter der Bevölkerung die Anerkennung des frommen Wandels und die Verehrung der landgräflichen Wittwe. Aber die freiwillig auferlegten Entbehrungen und Schmerzen, alles ertragene Mühsal, und eine heiße Sehnsucht nach dem Himmel rieben frühzeitig die Körperkräfte der Dulderin auf, und schon am 19. November des Jahres 1231 entschlief sie, nur erst 24 Jahre alt, und ihr Hinscheiden wurde beklagt von allem Volke. Bald genug verbreitete sich die Kunde von allerlei Wundern, die während der Leichenbestattung Elisabeths und an ihrem Grabe geschahen. Konrad von Marburg sammelte diese Kunden und sendete sie an den Papst, Gregor IX., zu welchem auch der Schwager Elisabeths, der Deutschordensritter Konrad von Thüringen reiste. In Perugia, wo Gregor IX. eine Zeit lang verweilte, erfolgte am Pfingsttage des Jahres 1234 unter großen Feierlichkeiten Elisabeths Heiligsprechung im Kloster des Predigerordens. Der Schwager Elisabeths, Landgraf Konrad, war bei dieser festlichen Handlung Augenzeuge und vertheilte reiche Spenden an die Gotteshäuser und an Arme, bewirthete die ganze Geistlichkeit, | ||
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| + | Am Morgen des Erhebungstages der heiligen Gebeine begaben sich die Fürsten, den Kaiser an ihrer Spitze, letzterer im grauen Büßergewande, | ||
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