sagen:tsb094
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| ====== Elisabeths Vermählung ====== | ====== Elisabeths Vermählung ====== | ||
| - | Unter allem Seelenweh, das seine Dornen ins Gemüth der hehren königlichen Jungfrau Elisabeth schlug, blieb ihr doch ein süßer und hoher Trost nächst dem Gefühle ihrer Demuth und ihrer Zuflucht bei Gott durch Gebet und Standhaftigkeit – das war die unerschütterliche Liebe und Anhänglichkeit, | + | Unter allem Seelenweh, das seine Dornen ins Gemüth der hehren königlichen |
| - | Zu dieser Zeit hatte der regierende Landgraf, Hermann, einen merkwürdigen Traum; er sah sich auf der Richtstätte vor Eisenach, und alle dort Hingerichteten waren zu Jungfrauen geworden, welche sich um die Mutter Gottes und die heilige Katharina geschaart hatten, die zu ihm sprachen: Auf dieser Stätte hier sollst Du uns ein Haus bauen, in das wir alle diese Jungfrauen versammeln wollen, und dann in Kürze auch Dich zu uns nehmen. Darauf verlegte der Landgraf sofort jenen Richtplatz an eine andere Stelle, und erbauete das St. Katharinenkloster, | + | Zu dieser Zeit hatte der regierende Landgraf, |
| - | Nach dem Antritte seiner Regierung ließ sich der junge Landgraf in der St. Georgenkirche feierlich zum Ritter schlagen, in Gegenwart aller seiner thüringischen und hessischen Vasallen, denn er wollte von niemand die Ritterschaft empfangen als von Gott und den Seinigen; hernach kämpfte er manche Fehden durch, strafte Aufwiegler und Landesverräther wie sich gebührte, machte manche Heerfahrt, selbst mit dem Kaiser nach Italien, und als indessen seine Elisabeth ihr vierzehntes Lebensjahr zurückgelegt hatte und zu einer holdseligen Jungfrau aufgeblüht war, vermählte er sich mit derselben unter großen Festlichkeiten. Elisabeths Brautführer waren dieselben edlen Ritter, die sie als Kind aus ihrer Heimath abgeholt, Graf Meinhard von Mülberg und Walter von Vargila. Da gab es Festmahle und Turnerspiele, | + | Nach dem Antritte seiner Regierung ließ sich der junge Landgraf in der St. Georgenkirche feierlich zum Ritter schlagen, in Gegenwart aller seiner thüringischen und hessischen Vasallen, denn er wollte von niemand die Ritterschaft empfangen als von Gott und den Seinigen; hernach kämpfte er manche Fehden durch, strafte Aufwiegler und Landesverräther wie sich gebührte, machte manche Heerfahrt, selbst mit dem Kaiser nach Italien, und als indessen seine Elisabeth ihr vierzehntes Lebensjahr zurückgelegt hatte und zu einer holdseligen Jungfrau aufgeblüht war, vermählte er sich mit derselben unter großen Festlichkeiten. Elisabeths Brautführer waren dieselben edlen Ritter, die sie als Kind aus ihrer Heimath abgeholt, Graf Meinhard |
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