sagen:tsb026
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Nächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| sagen:tsb026 [2024/06/12 17:26] – angelegt ewusch | sagen:tsb026 [2025/01/30 17:59] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1 | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 3: | Zeile 3: | ||
| [[sagen: | [[sagen: | ||
| + | ====== Die Jungfrau mit dem Zopf ====== | ||
| + | Häufig wird an alten öffentlichen Gebäuden in dieser Gegend noch das Wappen der Grafen von Henneberg-Schleusingen erblickt, oft sogar sehr kunstvoll in Stein gearbeitet, über dem der eine Helm als Zier eine wachsende gekrönte Jungfrau trägt, aus deren Krönlein eine mit Pfauenfedern besteckte Säule emporragt. So am Thore zu Veßra, zu Schleusingen, | ||
| + | |||
| + | Ein junger Graf von Henneberg lernte im heiligen Lande die Tochter eines Königes von Arabien kennen und gewann ihre Liebe, doch mußte er von ihr sich trennen und in seine Heimath zurückkehren. Der Sarazenin aber ließ es nicht Rast noch Ruhe, sie nahm ihre Schätze und ihre Diener und zog mit ihrer ganzen Habe in das Abendland, und erreichte endlich die Grafschaft Henneberg. Wie sie nun durch das obere Werrathal zog, und in die Nähe des Klosters Veßra kam, vernahm sie von den beiden Thürmen der Abtei und von allen umliegenden Orten her ein feierliches Glockengeläute, | ||
| + | |||
| + | Die spätere, meist ungeschickt verjüngende Sage läßt jene Fremde die Tochter eines moskowitischen Kaufmannes sein, ja noch schlimmer die eines Würzburger Kaufmanns, mit der sich dann alles so, wie mit der Sarazenin, zugetragen habe. Seltsam ist es, daß an die ursprüngliche Sage selbst die von einem morgenländischen Thiere erinnert, welche lautet: [[sagen: | ||
| //Quelle:// | //Quelle:// | ||
sagen/tsb026.1718206013.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
