sagen:tsb014
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| + | ====== Helidenburg ====== | ||
| + | Zwar schon auf fränkischem Boden, aber doch innerhalb sächsisch-thüringischer Landesgrenze und nahe genug der südlichen Abdachung des Thüringer Waldes, erhebt sich stolz und stattlich die graue Heldburg, einst die fränkische Leuchte geheißen, denn sie soll so viele Fenster zählen, als das Jahr Tage zählt. Diese Burg rückt ihren Ursprung in die vorchristliche Zeit hinauf. Ein Heidentempel soll da gestanden haben, wo sich heut zu Tage der Burgbrunnen befindet, der so tief ist, als der Berg hoch, und ganz durch Felsen gehauen, und dessen Bau so viel gekostet haben soll, als der ganze spätere Schloßbau. Ein Theil der Veste Heldburg, deren Name von einen Elid oder Helid abgeleitet wird, heißt noch bis heute der Heidenbau, und im Hain, der die Burg an ihrer Rückseite umzieht, haben sich unverkennbare Spuren altgermanischer Bevölkerung zwischen Klingsteinen gefunden. Auch heißt noch eine Stätte am Burgberge der Heidengottesacker, | ||
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| + | Nicht weit von der Heldburg erhebt sich auf bewaldetem Phonolithkegel die alte Burgtrümmer des ehemaligen Henneberger Grafen-Schlosses Straufhahn oder Straufhain, deren Hain-Name an die Uebung altgermanischen Kultes vorzugsweise erinnert, der auch noch in späterer Sage einen Wiederhall fand, denn das wüthende Heer zieht um diese uralten Waldeswarten mit seinem wilden Geschwärme, | ||
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sagen/tsb014.1718205840.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
