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sagen:teufelssagen18

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 Der Krüger, in der Freude, dass dem Schaden abgeholfen werden sollte, ohne recht zu wissen, mit wem er es zu thun habe, sprach: „Topp, die Wette gilt.“ Darauf verschwand der Kleine. Als es Nacht wurde, konnte der Krüger keinen Schlaf finden; mancherlei Bedenken wurden in ihm lebendig. Da, als Mitternacht kam und immer noch kein Hahn krähte, ging er über seinen Hof. Weil er gehört hatte, dass die Hähne erst mit den Flügeln schlagen, bevor sie krähen, schlug er in seiner Angst mit beiden Händen auf die Lederhose, welche er anhatte, und horch, kaum hatte er einige Male zugeschlagen, so fing sein Hahn an zu krähen, worauf die andern Hähne im Dorfe Gleiches thaten. Da horte er plötzlich ein Sausen in der Luft und darauf einen dumpfen Schlag vor der Thür. Als er vor die Thür kam, fand er dort einen mächtigen Stein liegen: das war der Stein, welchen der Kleine hatte fallen lassen, als der Hahn gekräht hatte; denn eben dieser Stein fehlte noch an der Mauer.  Der Krüger, in der Freude, dass dem Schaden abgeholfen werden sollte, ohne recht zu wissen, mit wem er es zu thun habe, sprach: „Topp, die Wette gilt.“ Darauf verschwand der Kleine. Als es Nacht wurde, konnte der Krüger keinen Schlaf finden; mancherlei Bedenken wurden in ihm lebendig. Da, als Mitternacht kam und immer noch kein Hahn krähte, ging er über seinen Hof. Weil er gehört hatte, dass die Hähne erst mit den Flügeln schlagen, bevor sie krähen, schlug er in seiner Angst mit beiden Händen auf die Lederhose, welche er anhatte, und horch, kaum hatte er einige Male zugeschlagen, so fing sein Hahn an zu krähen, worauf die andern Hähne im Dorfe Gleiches thaten. Da horte er plötzlich ein Sausen in der Luft und darauf einen dumpfen Schlag vor der Thür. Als er vor die Thür kam, fand er dort einen mächtigen Stein liegen: das war der Stein, welchen der Kleine hatte fallen lassen, als der Hahn gekräht hatte; denn eben dieser Stein fehlte noch an der Mauer. 
  
-Am andern Morgen, als der Krüger nach seinem Acker ging, sah er, dass eine grosse Mauer aus mächtigen Steinen seinen Acker schützte. Die Mauer war vollständig fertig, bis auf den einen Stein, welcher vor seiner Thür lag. Seit der Zeit hiess diese Mauer die Teufelsmauer. Goyatz+Am andern Morgen, als der Krüger nach seinem Acker ging, sah er, dass eine grosse Mauer aus mächtigen Steinen seinen Acker schützte. Die Mauer war vollständig fertig, bis auf den einen Stein, welcher vor seiner Thür lag. Seit der Zeit hiess diese Mauer die [[ding:Teufelsmauer]]
  
 //Quelle: [[autor:veckenstedt|Edmund Veckenstedt]]: [[buch:wendischesagen|Wendische Sagen, Märchen und abergläubische Gebräuche]]. Leuschner & Lubensky, Graz 1880// //Quelle: [[autor:veckenstedt|Edmund Veckenstedt]]: [[buch:wendischesagen|Wendische Sagen, Märchen und abergläubische Gebräuche]]. Leuschner & Lubensky, Graz 1880//
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-{{tag>sagen veckenstedt wendischesagen niederlausitz xxvteufel Goyatz Schwielochsees Teufelsmauer gastwirt mauer teufel wette hahn acker seele schlaf list hose leder v2}}+{{tag>sagen veckenstedt wendischesagen niederlausitz xxvteufel Goyatz Schwielochsee Teufelsmauer gastwirt mauer teufel wette hahn acker seele schlaf list hose leder krüger v2}}
sagen/teufelssagen18.1713559123.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)