sagen:temmepommern190
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| Grümbke, Darstellung der Insel Rügen, II. S. 239. | Grümbke, Darstellung der Insel Rügen, II. S. 239. | ||
| - | An der Südseite des Fleckens Sagard auf der Rügenschen Halbinsel Jasmund findet man ein ungeheuer großes altes Riesengrab, der Dubberworth geheißen. Es hat einen Umkreis von 170 Schritten und ist 16 Ellen hoch. Oben ist es mit allerlei Strauchwerk und mit Dornen bewachsen. In den Büchern heißt es zwar, unter diesem Dubberworth sey eine Riesin begraben, und ein anderes Riesenweib habe ihr dieses Grab errichtet, indem sie Erde und Steine dazu ganz allein von der Stubnitz über eine halbe Meile weit hergetragen habe. Allein die Leute in Sagard und ganz Jasmund wissen es besser, wie der Dubberwarth entstanden ist. | + | An der Südseite des Fleckens |
| - | Es wohnte nämlich vor undenklichen Zeiten auf Jasmund ein mächtiges Riesenweib, unter deren Botmäßigkeit die ganze Halbinsel stand. Die hatte sich in einen Fürsten von Rügen verliebt, und trug sich ihm zum Gemahl an. Der Rügensche Fürst aber wollte nichts von ihr wissen, und gab ihr einen Korb. Darüber gerieth die Riesin in einen schrecklichen Zorn, und sie berief alle ihre Kriegsleute zusammen, um den Fürsten zu zwingen, daß er sie heirathe, oder sein ganzes Land zu verwüsten. Weil sie nun aber befürchtete, | + | Es wohnte nämlich vor undenklichen Zeiten auf Jasmund ein mächtiges Riesenweib, unter deren Botmäßigkeit die ganze Halbinsel stand. Die hatte sich in einen Fürsten von Rügen verliebt, und trug sich ihm zum Gemahl an. Der Rügensche Fürst aber wollte nichts von ihr wissen, und gab ihr einen Korb. Darüber gerieth die Riesin in einen schrecklichen Zorn, und sie berief alle ihre Kriegsleute zusammen, um den Fürsten zu zwingen, daß er sie heirathe, oder sein ganzes Land zu verwüsten. Weil sie nun aber befürchtete, |
| Die Riesin hatte sich dies Unglück zwar noch nicht verdrießen lassen, und war weiter gegangen bis zur Lietzower Fähre. Allein hier war ihre Schürze ganz zerrissen, und von dem Herausgefallenen entstanden die Hügel, die man in der Nähe der Fähre sieht. Das sah sie denn doch für ein böses Zeichen an, und sie stand nun von ihrem Vorhaben ab. | Die Riesin hatte sich dies Unglück zwar noch nicht verdrießen lassen, und war weiter gegangen bis zur Lietzower Fähre. Allein hier war ihre Schürze ganz zerrissen, und von dem Herausgefallenen entstanden die Hügel, die man in der Nähe der Fähre sieht. Das sah sie denn doch für ein böses Zeichen an, und sie stand nun von ihrem Vorhaben ab. | ||
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