sagen:temmepommern158
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| + | ====== Das Raubschloß bei Cantrek ====== | ||
| + | Mündlich. | ||
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| + | Zwei Meilen von Gollnow liegt das Dorf Cantrek. Etwa eine Viertelmeile von diesem sieht man auf einer ziemlichen Anhöhe die Ruinen einer alten Burg; am Fuße der Anhöhe befindet sich ein klarer See. Die jetzt zertrümmerte Burg ist früher ein Raubschloß gewesen. Sie gehörte der Familie von Köller, welche seit undenklichen Zeiten in Pommern das Gewerbe der Räuberei und Wegelagerung getrieben hatte. Kein Kaufmann oder anderer Reisender konnte ungeplündert durch die Gegend ziehen. Dabei hatten die Raubritter sich ihr Gewerbe so sehr erleichtert, | ||
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| + | Solches Unwesen hat gedauert bis zu Anfang des siebenzehnten Jahrhunderts; | ||
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| + | Die Frau hatte ihren Mann aus Furcht über eine Viertelstunde weit von der Burg getragen, bevor sie es wagte, ihn zur Erde niederzulassen. An der Stelle, wo dieses geschah, bauten Beide nachher das Dorf Cantrek. | ||
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| + | Sowohl an der Ruine der alten Burg, als an dem See unterhalb derselben ist es noch immer nicht geheuer. Einer alten Frau, die noch jetzt in dem Dorfe Cantrek lebt, ist einmal Folgendes begegnet: Sie war eines Abends zu dem See gegangen, um zu krebsen. Dabei verspätete sie sich, so daß es Mitternacht wurde. Auf einmal erhob sich ein schrecklicher Sturm, der ihre Kienfackel, die sie bei sich hatte, verlöschte. Unten im See aber hörte sie Geklirre von Waffen, und das Aechzen von Sterbenden, und dann einen gräulichen Rumor, der immer höher heraufkam. Zuletzt thaten sich die Wellen auseinander, | ||
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sagen/temmepommern158.1743671326.txt.gz · Zuletzt geändert: von ewusch
