sagen:temmepommern067
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| Geschichte und Beschreibung der St. Marien-Dom- Kirche zu Colberg, von Maaß, S. 69 folg. | Geschichte und Beschreibung der St. Marien-Dom- Kirche zu Colberg, von Maaß, S. 69 folg. | ||
| - | Die St. Marien- oder Dom-Kirche zu Colberg, deren erster Bau schon zu den Zeiten des heiligen Otto angefangen haben soll, ist eine der schönsten und größten Kirchen in Pommern. Ihre Länge beträgt 205 Fuß, die Breite 128, und die Höhe 74. Sie hat nur einen Thurm, der nach der Westseite hin befindlich ist, der aber drei Spitzen hat. Die mittlere von diesen ist die höchste, und bei weitem höher, als die zu beiden Seiten. Dieser Thurm ist bis an das Dach 136 Fuß, und das Dach ist 100 Fuß hoch, so daß die ganze Höhe des Thurmes 236 Fuß beträgt. Er kann zur See in einer Entfernung von sieben Meilen gesehen werden. Von der Erbauung dieses Domes erzählt man sich Folgendes: | + | Die St. Marien- oder Dom-Kirche zu [[geo: |
| Die Colberger begannen zuerst den Bau. Es fehlte ihnen aber bald an Geld, und sie mußten mit dem Weiterbauen einhalten. Da traten drei fromme Mönche auf, die erboten sich, durch die ganze Christenheit zu pilgern, um Geld zu dem Bau der Kirche zu sammeln. Damit sie aber sicher wären, ob ihr Vorhaben dem Himmel auch angenehm sey und gelingen werde, so baten sie Gott, daß er ihnen Jedem ein Wunder im Traume bescheren möchte. Der Eine wollte die Sonne mit seiner Hand umfassen; der Andere wollte, daß sein Haupt von einem Berge bedeckt werde; was der Dritte gewünscht hat, das weiß man nicht mehr. Und siehe, in der folgenden Nacht wurden sie wirklich im Schlafe der Wunder theilhaftig, | Die Colberger begannen zuerst den Bau. Es fehlte ihnen aber bald an Geld, und sie mußten mit dem Weiterbauen einhalten. Da traten drei fromme Mönche auf, die erboten sich, durch die ganze Christenheit zu pilgern, um Geld zu dem Bau der Kirche zu sammeln. Damit sie aber sicher wären, ob ihr Vorhaben dem Himmel auch angenehm sey und gelingen werde, so baten sie Gott, daß er ihnen Jedem ein Wunder im Traume bescheren möchte. Der Eine wollte die Sonne mit seiner Hand umfassen; der Andere wollte, daß sein Haupt von einem Berge bedeckt werde; was der Dritte gewünscht hat, das weiß man nicht mehr. Und siehe, in der folgenden Nacht wurden sie wirklich im Schlafe der Wunder theilhaftig, | ||
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