sagen:temmepommern052
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| Cramer, Gr. Pomm. Kirch. Chron. IV. S. 136. | Cramer, Gr. Pomm. Kirch. Chron. IV. S. 136. | ||
| - | Seit dem Tode des Herzogs Barnim IX. hat das Pommerland unter seinen angestammten Herzögen wenig gute Sterne mehr gehabt, und es ist insonderheit merkwürdig gewesen, daß kein Herzog nach ihm, der zu Stettin regieret, im Stettinschen Lande mit einem Erben, sei es männlichen oder weiblichen Geschlechts, | + | Seit dem Tode des [[vip: |
| Als im Jahre 1603 Herzog Barnim XII. gestorben war, da begab es sich bei seinem Leichenbegängnisse zu Stettin, daß in dem Augenblicke, | Als im Jahre 1603 Herzog Barnim XII. gestorben war, da begab es sich bei seinem Leichenbegängnisse zu Stettin, daß in dem Augenblicke, | ||
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| Im Jahre 1616 entstand auf einmal zu Stettin ein großer Sturmwind, der von der Schloßkirche zu St. Otto den Knopf herunterwarf, | Im Jahre 1616 entstand auf einmal zu Stettin ein großer Sturmwind, der von der Schloßkirche zu St. Otto den Knopf herunterwarf, | ||
| - | Im Jahre 1625 geschah es bei einer Musterung zu Wolgast, daß einem Soldaten von ungefähr das Gewehr losging, und die Kugel die Fahne traf, und mitten durch das Pommersche Wappen fuhr, so daß dieses verdorben wurde, als wenn es mit einem Messer oder mit einer Scheere herausgeschnitten wäre. In der Schloßkirche zu Stettin aber fiel zu derselben Zeit die herzogliche Krone, die darin aufgehängt war, von selbst zur Erde, und einem gewappneten Steinbilde, welches, zum Gedächtniß der verstorbenen Fürsten, an einer Säule stand, fiel das Schwert urplötzlich ohne alles menschliche Zuthun aus der Hand. | + | Im Jahre 1625 geschah es bei einer Musterung zu [[geo:Wolgast]], daß einem Soldaten von ungefähr das Gewehr losging, und die Kugel die Fahne traf, und mitten durch das Pommersche Wappen fuhr, so daß dieses verdorben wurde, als wenn es mit einem Messer oder mit einer Scheere herausgeschnitten wäre. In der Schloßkirche zu Stettin aber fiel zu derselben Zeit die herzogliche Krone, die darin aufgehängt war, von selbst zur Erde, und einem gewappneten Steinbilde, welches, zum Gedächtniß der verstorbenen Fürsten, an einer Säule stand, fiel das Schwert urplötzlich ohne alles menschliche Zuthun aus der Hand. |
| Am schrecklichsten waren solche Zeichen im Jahre 1637, welches mit dem Tode des letzten Herzogs, Bogislav XIV. eine so große Veränderung über das Land bringen sollte. Im Hornung dieses Jahres sah man einmal früh Morgens um 3 Uhr zu Stettin bei einem heftigen Sturm in Norden einen ganz weißen Flecken am Himmel, und in demselben einen großen Klumpen Feuer, der nach einiger Zeit neben den Windmühlen zur Erde fiel, und die ganze Wintersaat des Ortes versengte und verdarb. Gerade vierzehn Tage hernach starb der Herzog. | Am schrecklichsten waren solche Zeichen im Jahre 1637, welches mit dem Tode des letzten Herzogs, Bogislav XIV. eine so große Veränderung über das Land bringen sollte. Im Hornung dieses Jahres sah man einmal früh Morgens um 3 Uhr zu Stettin bei einem heftigen Sturm in Norden einen ganz weißen Flecken am Himmel, und in demselben einen großen Klumpen Feuer, der nach einiger Zeit neben den Windmühlen zur Erde fiel, und die ganze Wintersaat des Ortes versengte und verdarb. Gerade vierzehn Tage hernach starb der Herzog. | ||
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| Etliche Wochen nach dem Tode des Herzogs sahen die sämmtlichen Prediger zu St. Jacob in Stettin, wie die Sonne zuerst ganz ohne Strahlen war, dann einen schwarzen Balken bekam, der mitten durch sie hindurch ging, und wie sich dann eine schwarze Kugel durch sie bewegte, bis sie endlich roth wie dunkles Blut wurde. | Etliche Wochen nach dem Tode des Herzogs sahen die sämmtlichen Prediger zu St. Jacob in Stettin, wie die Sonne zuerst ganz ohne Strahlen war, dann einen schwarzen Balken bekam, der mitten durch sie hindurch ging, und wie sich dann eine schwarze Kugel durch sie bewegte, bis sie endlich roth wie dunkles Blut wurde. | ||
| - | Zu Colberg hat man zu derselben Zeit einen langen Kometen gesehen, mit einem Drachenschwanz und einem feurigen Rauch. Darauf hat sich über der Stadt ein großer Löwenschwanz gekrümmt, welchem zwei Löwengesichter, | + | Zu [[geo: |
| Solche und viele andere Wunderzeichen hat man sich denn wohl deuten können. | Solche und viele andere Wunderzeichen hat man sich denn wohl deuten können. | ||
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