sagen:seeburger_see
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende Überarbeitung | |||
| sagen:seeburger_see [2022/10/06 11:33] – ewusch | sagen:seeburger_see [2023/11/16 15:21] (aktuell) – gelöscht ewusch | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| - | ====== Seeburger See ====== | ||
| - | |||
| - | Neues hanöv. Magazin 1807. St. 13. u. St. 40. | ||
| - | |||
| - | Zwei kleine Stunden von [[geo: | ||
| - | |||
| - | In alten Zeiten stand da, wo jetzt der See ist, eine stolze Burg, auf welcher ein Graf, Namens Isang, wohnte, der ein wildes und gottloses Leben führte. Einmal brach er durch die heiligen Mauern des Klosters Lindau, raubte eine [[typ: | ||
| - | |||
| - | Nun geschah es, daß er einmal seinen Diener zum Fischmeister schickte, einen [[typ:Aal]] zu holen, der Fischmeister aber dafür eine silber-weiße [[typ: | ||
| - | |||
| - | Dem Grafen aber fielen nach dem Genuß alsbald alle je begangenen Sünden und Frevel aufs Herz und standen so hell vor ihm, daß die Gedanken sich nicht davon abwenden konnten und er vor Angst sich nicht zu lassen wußte. „Mir ist, so heiß, sprach er, als wenn ich die Hölle angeblasen hätte!" | ||
| - | |||
| - | Der Graf wendete sich in seiner Angst nach dem Schloßhof zurück, aber da ging alles Gethier, das darin war: die Hühner, Enten, Gänse, auf und ab und sprachen untereinander von seinem ruchlosen Leben und entsetzlichen Frevel, den er all vollbracht, und die Sperlinge und die [[typ: | ||
| - | |||
| - | Eben als der Hahn gewaltig auf dem Dache krähte, trat der Diener, der von der [[typ: | ||
| - | |||
| - | Der Graf schaute auf und als er sah, wie die letzte Sonnen-Röthe an den Spitzen der Berge glühte und hörte, wie der Hahn laut kreischte: „eil! eil! eh die Sonne untergeht, aber zieh allein!“ da nahm er sein [[typ: | ||
| - | |||
| - | Nach dieser wundervollen Errettung bekehrte sich der Graf und büßte seine Sünden im Kloster Gieboldehausen, | ||
| - | |||
| - | //Quelle: Brüder Grimm, Deutsche Sagen, Band 1, S. 201–204, 1816// | ||
| - | ---- | ||
| - | {{tag> | ||
sagen/seeburger_see.1665048802.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
