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sagen:sdel026

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 Und als der Morgen wieder graute, da pilgerte er wie gewöhnlich zu der Wohnung seines stillen Glückes. Allein still und einsam war es da, und als er hineintrat, hörte er kein freundliches Willkommen, kein Laut ertönte; Alles war so ruhig, wie bange Grabesstille. Wie nun der Ritter die Thüre des Kämmerleins öffnete, wehe! da stand er wie versteinert, wie leblos, den starren Blick auf ein niedriges Lager gerichtet, auf dem bleich die gute Elsbeth lag. Die Rosen ihrer Wangen waren verblichen und ihre Augen strahlten nicht mehr wie eine Maiensonne.  Und als der Morgen wieder graute, da pilgerte er wie gewöhnlich zu der Wohnung seines stillen Glückes. Allein still und einsam war es da, und als er hineintrat, hörte er kein freundliches Willkommen, kein Laut ertönte; Alles war so ruhig, wie bange Grabesstille. Wie nun der Ritter die Thüre des Kämmerleins öffnete, wehe! da stand er wie versteinert, wie leblos, den starren Blick auf ein niedriges Lager gerichtet, auf dem bleich die gute Elsbeth lag. Die Rosen ihrer Wangen waren verblichen und ihre Augen strahlten nicht mehr wie eine Maiensonne. 
  
-Der arme Greis rang sprachlos die Hände und netzte mit Thränenströmen der Tochter bleiches Antlitz. Und der Ritter rief ihren Namen laut, daß er weit wiederklang in der nahen Waldung, und als kein Schimmer des Lebens auf ihre Wangen kehrte, als kein Laut der [[typ:Liebe]] mehr von ihren Lippen tönte, da raffte er sich auf und eilte auf sein Schloß und sattelte den besten seiner Rappen und sprengte davon Berg auf, Thal ab. Sein Auge war wie gebrochen und seine Lippen waren krampfhaft geschlossen. Er ritt so weit und breit und lange umher, eine unheimliche Gestalt; bis man eines Morgens sein Pferd in einem Felsenthale, ihn selbst aber entseelt an einer Eiche Stamm liegen fand. +Der arme Greis rang sprachlos die Hände und netzte mit Thränenströmen der Tochter bleiches Antlitz. Und der Ritter rief ihren Namen laut, daß er weit wiederklang in der nahen Waldung, und als kein Schimmer des Lebens auf ihre Wangen kehrte, als kein Laut der Liebe mehr von ihren Lippen tönte, da raffte er sich auf und eilte auf sein Schloß und sattelte den besten seiner Rappen und sprengte davon Berg auf, Thal ab. Sein Auge war wie gebrochen und seine Lippen waren krampfhaft geschlossen. Er ritt so weit und breit und lange umher, eine unheimliche Gestalt; bis man eines Morgens sein Pferd in einem Felsenthale, ihn selbst aber entseelt an einer Eiche Stamm liegen fand. 
  
-Noch steht jetzt ein Kreuz an der Stelle, wo man Eitelheinrich, seine [[typ:Leiche]] gefunden. Von jener schweren Zeit aber leben noch mancherlei Sagen im Munde des Volkes. Die meisten Kapellchen, die man hier und da antrifft, waren Gelöbnisse der Bedrängten. Die Kirchen wurden damals reichlich begabt und viele fromme und mildthätige Anstalten gestiftet. Jene wilden Räuberschaaren hausten noch lange in den Gauen der Eifel, bis endlich ein strengerer Geist der Ordnung und milderer der Gesittung ihrem Unwesen ein Ende machte.+Noch steht jetzt ein Kreuz an der Stelle, wo man Eitelheinrich, seine Leiche gefunden. Von jener schweren Zeit aber leben noch mancherlei Sagen im Munde des Volkes. Die meisten Kapellchen, die man hier und da antrifft, waren Gelöbnisse der Bedrängten. Die Kirchen wurden damals reichlich begabt und viele fromme und mildthätige Anstalten gestiftet. Jene wilden Räuberschaaren hausten noch lange in den Gauen der Eifel, bis endlich ein strengerer Geist der Ordnung und milderer der Gesittung ihrem Unwesen ein Ende machte.
  
 //Quelle: [[autor:jhschmitz|J.H.Schmitz]], [[buch:sagen_des_eifellandes|Sagen des Eifellandes]], 1. Band, Trier 1847// //Quelle: [[autor:jhschmitz|J.H.Schmitz]], [[buch:sagen_des_eifellandes|Sagen des Eifellandes]], 1. Band, Trier 1847//
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sagen/sdel026.1707403094.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)