sagen:sdel025
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| + | ====== Der Reitersmann ====== | ||
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| + | Der Enzbach nahm vor grauen Zeiten an der nördlichen Oeffnung des Thales, in welchem das Städtlein [[geo: | ||
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| + | An diesen romantischen, | ||
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| + | Es war schon weit in der Nacht und vom hohen Kirchthurme hatte schon längst in ernsten Tönen die an's Schlafen mahnende Stunde geläutet, da saßen noch etliche gar lustige Reitersmänner in der Kneipe und schwatzten von glücklich bestandenen Kriegsgefahren, | ||
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| + | Da erhob sich ein schwarzbärtiger Waffengeselle und sprach mit einem gar höhnischen Gesichte also zu dem wagigen Reitersmann: | ||
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| + | Und der junge, ehrdürstige Kriegesmann erhob die eisenharte Rechte und drückte und schüttelte gar derb die Faust des schwarzen Gefährten und sattelte den Rappen und flog durch die rabenschwarze Nacht den jähen Felsen zu, an deren Fuße sich die Wogen eine unermeßbare tiefe Höhlung gegraben haben. Gar unheimlich brach sich das Wellengetöse an den düsteren Stirnen der nahen Felsencolosse und aus der Tiefe ertönte es wild und schauerlich herauf, so daß es unsern Reitersmann wie ein frostiges Beben anflog, und hätte er nicht hoch und heilig geschworen, das schwere Wagniß zu bestehen, er wäre wahrlich umgekehrt von der gefahrvollen Felsenwand und hätte sich wohl nimmermehr gebrüstet mit kecken Muthesthaten. | ||
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| + | So aber hatte er sein Wort verpfändet, | ||
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| + | Feierliche Stille, wie um ein Grab in Mitternachtsstunde, | ||
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| + | Wenn nun die Nacht das tiefe Thal stumm und düster wie eine ausgestorbene Welt umhüllt und das Bächlein wie in Jammer und Trauer längs der moosigen Sohle der Felsen dahinschleicht, | ||
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sagen/sdel025.1683024239.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
