sagen:sdel015
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| + | ====== Ritter Friedbald von Hamm ====== | ||
| + | J. Btz | ||
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| + | Unfern des als Wallfahrtsort weit bekannten Dörfchens [[geo: | ||
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| + | Müde Pilgrime aber, die zu dem wunderthätigen [[ding: | ||
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| + | Viele blutige Jahre kämpften die hochbegeisterten Pilgerschaaren in dem fernen Morgenlande; | ||
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| + | Den edlen Rittersmann von Hamm aber traf ein noch viel herberes Loos, als der Tod auf offenem Schlachtfelde: | ||
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| + | Was in der Brust des von allen Erdenleiden im vollsten Maße bestürmten Kreuzfahrers vorging, läßt sich leicht enträthseln. Wollte der Hohn und die Schmach, mit denen er von dem wilden, ungläubigen Volke überschüttet wurde, sein edles Herz brechen, so hob wieder der trostreiche Hin blick auf den Lenker der Geschicke seinen sinkenden Muth und füllte ihn mit Kraft und Gottvertrauen. Oft trug ihn die Erinnerung, die einzige Freundin, die ihm im feindlichen Leben geblieben, in die Halle seines freundlichen Schlößchens oder in das Kirchlein von Weidingen zu dem Muttergottesbilde. „O möchte es mir,“ rief dann der fromme Ritter, „nur noch einmal in meinem jammervollen Leben gegönnt sein, in dem lichten, freundlichen Kirchlein von Weidingen vor dir, Mutter der Gnade, mein betrübtes Herz auszugießen und dir dort meine kindliche Verehrung zu weihen!“ Aber als habe er schon durch diesen Wunsch seine Ergebenheit in Gottes heiligen Willen verletzt, flehte dann der glaubensvolle Ritter: „Heilige Jungfrau, du Zuflucht der Bedrängten! senke Kraft und Erquickung in meine ermattende Brust, daß ich muthig ausdauere in der Thränenstunde der Prüfung und daß ich freudig anbete und vollende den Rathschluß des himmlischen Vaters.“ | ||
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| + | So schmachtete, | ||
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| + | Er tritt ein in das Kirchlein von [[geo: | ||
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| + | Da ertönt hell und freundlich das Frühgeläute vom Kirchthurme Weidingens; wunderbar klärt es sich auf in den Zügen des Mannes; seine Augen leuchten und sein Antlitz schimmert Verklärung; | ||
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| + | Tritt man in das freundliche, | ||
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