sagen:sdel011
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| Dort, wo in wildromantischen Gründen der rauschende Uesbach sich in die Alf ergießt, um weiter mit ihr nach dem Strome hinabzueilen, | Dort, wo in wildromantischen Gründen der rauschende Uesbach sich in die Alf ergießt, um weiter mit ihr nach dem Strome hinabzueilen, | ||
| - | Aber um das Jahr 938, unter der Regierung des [[vip: | + | Aber um das Jahr 938, unter der Regierung des [[vip: |
| - | Da hauset im entlegenen Alfthale ein biederer und rüstiger | + | Da hauset im entlegenen Alfthale ein biederer und rüstiger Köhler; der hatte zwölf mannhafte Söhne, deren jeglichem ein eben so redliches und tapferes Herz, wie ihrem Vater, unter dem rauhen Gewande schlug. Als die Nachricht von der Nähe des zügellosen Feindes erscholl, sandte er diese jungen Männer in das Gebirg, und ließ durch sie alle Freunde und Verwandten umher auffordern, bei ihm zu erscheinen, weil dringende Noth sei. Gern gehorchten solche dem an sie ergehenden Rufe des Mannes, der von Allen mit Ehrfurcht geachtet war, und sogleich hatte sich eine tüchtige Schaar auf der großen Wiese des Thales um ihn versammelt. |
| - | Da sprach der heldenmüthige | + | Da sprach der heldenmüthige Greis: „Brüder! Es drohet uns ein großes Unheil von der raubsüchtigen Horde, die unser heimisches Land bedrängt. Waffnet Euch! Schützt Euer Hab und Gut, wenn es auch gering ist, und was noch weit mehr als das, schützet, Ihr Männer und Jünglinge, Eure Väter und Mütter, Eure Weiber, Kinder und blühende Jungfrauen! Folget mir! Noch ist der Stahl meinem Arme nicht zu schwer! Meine Söhne und ich werden immer da kämpfen, wo die Gefahr am größten ist. Wir alle kennen die Schluchten dieser Berge und Wälder; da gelingt es uns vielleicht, mit Kraft und List den Feind so lange abzuwehren, bis die Herrn des Landes mit ihren Mannen zu Hilfe kommen. Vertrauen wir auf Gott, unsern Muth und die gerechte Sache!“ Einstimmig erscholl es im Kreise der muthigen Köhler, Hirten und Holzhauer: „Ja, braver Mann! Wir folgen Euch! Laßt uns Blut und Leben wagen für das, was uns ewig lieb und heilig ist.“ |
| - | Und schnell waren sie gerüstet, theils mit [[typ:Speer]], [[typ:Pfeil]] und [[typ:Bogen]], theils mit [[typ: | + | Und schnell waren sie gerüstet, theils mit Speer, Pfeil und Bogen, theils mit Waffen, wie sie ihr ländliches Gewerbe gab. So vertheilten sich die kraftvollen Männer unter der weisen und kühnen Führung des alten Köhlers und seiner Söhne, auf den Höhen, hinter Felsen und Gesträuchen, |
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| So ward der ehrenwerthe Köhler der Stifter des berühmten Geschlechts der Arrase, und diese sowohl, als andere Adelsfamilien, | So ward der ehrenwerthe Köhler der Stifter des berühmten Geschlechts der Arrase, und diese sowohl, als andere Adelsfamilien, | ||
| - | //Quelle: J.H.Schmitz, | + | // |
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sagen/sdel011.1683028166.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
