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sagen:schnurrenluckau128

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 +> Sage des Monats Januar 2020
  
 ====== Der Kreuzstein von Sonnewalde ====== ====== Der Kreuzstein von Sonnewalde ======
-    Sage des Monats Januar 2020 +     
- +Vor über 350 Jahre starb in einem Dorfe bei [[geo:Sonnewalde]] ein Lehnsbauer. Er hinterließ einen Sohn als einzigen Leibeserben. Bald nach dem Tode des Bauern kam der in die Fremde gegangene Bruder des Erblassers in die Heimat zurück. Er fand seinen Neffen im Besitz des Hofes, an den er glaubte Forderungen zu haben, deren Begleichung er verlangte. Es kam hierüber zu ernsten Zerwürfnissen zwischen Oheim und Neffen, so daß das Gericht in Sonnewalde zur Schlichtung angerufen wurde. Als beide Parteien an dem angesetzten Gerichtstage vor dem Kirchhainer Tor zusammentrafen, um gemeinsam zur Gerichtsstelle zu gehen, gerieten sie wiederum in Streit, bei dem der jähzornige Neffe seinen Oheim durch zwei Stiche mit dem Brotmesser tötete . Das höchste Gericht der [[region:niederlausitz|Niederlausitz]] in [[geo:dresden|Dresden]] verurteilte den Mörder zum Tode durch das Schwert, nachdem er vorher gepeinigt und zur Richtstätte geschleift worden wäre. Zur Erinnerung an diese Mordtat wurde ein [[ding:sühnekreuz|Denkstein]] am Tatort errichtet, der ein Kreuz und daneben ein Messer zeigt.
-Vor über 350 Jahre starb in einem Dorfe bei [[geo:sonnewalde|Sonnewalde]] ein Lehnsbauer. Er hinterließ einen Sohn als einzigen [[typ:erbe|Leibeserben]]. Bald nach dem Tode des Bauern kam der in die Fremde gegangene Bruder des Erblassers in die Heimat zurück. Er fand seinen Neffen im Besitz des Hofes, an den er glaubte Forderungen zu haben, deren Begleichung er verlangte. Es kam hierüber zu ernsten Zerwürfnissen zwischen Oheim und Neffen, so daß das Gericht in Sonnewalde zur Schlichtung angerufen wurde.  +
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-Als beide Parteien an dem angesetzten Gerichtstage vor dem Kirchhainer Tor zusammentrafen, um gemeinsam zur Gerichtsstelle zu gehen, gerieten sie wiederum in Streit, bei dem der jähzornige Neffe seinen Oheim durch zwei Stiche mit dem Brotmesser [[typ:mord|tötete]] +
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-Das höchste Gericht der [[region:niederlausitz|Niederlausitz]] in [[geo:dresden|Dresden]] verurteilte den Mörder zum [[typ:köpfen|Tode durch das Schwert]], nachdem er vorher [[typ:folter|gepeinigt]] und zur Richtstätte geschleift worden wäre. +
-Zur Erinnerung an diese Mordtat wurde ein [[typ:stein|Denkstein]] am Tatort errichtet, der ein Kreuz und daneben ein Messer zeigt. +
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-<note tip>Hintergrund: An der Straße von Sonnewalde nach Finsterwalde, vor dem Landhausgrundstück Karl Stein, steht der mit Kreuz und Dolch versehene Sühnestein, der folgende Geschichte hat. Zwei Ossaker Brüder lagen Jahrelang im Erbstreit. Eines Tages 1591 wurden sie beide nach Schloss Sonnewalde, wo damals die Gerichtsbarkeit sich befand, befohlen, zwecks Einigung. Es kam zu keiner Einigung, und sie gingen wieder nach Hause. An dieser Stelle hat dann ein Bruder den anderen erstochen. Der [[typ:Mörder]] musste den Sühnestein herstellen lassen, ehe er enthauptet wurde.</note>+
  
 //Quelle:// //Quelle://
   * //[[autor:scharnweber|Robert Scharnweber]] & [[autor:jungrichter|Otto Jungrichter]]: [[buch:sagenschnurrenkreisluckau|Sagen, Anekdoten und Schnurren aus dem Kreise Luckau N.-L.]], Berlin 1933//   * //[[autor:scharnweber|Robert Scharnweber]] & [[autor:jungrichter|Otto Jungrichter]]: [[buch:sagenschnurrenkreisluckau|Sagen, Anekdoten und Schnurren aus dem Kreise Luckau N.-L.]], Berlin 1933//
-  * //[[http://www.suehnekreuz.de/brandenburg/sonnewalde.htm#text1|www.suehnekreuz.de]]// 
  
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-{{tag>sagen jungrichter sagenschnurrenkreisluckau niederlausitz sonnewalde monat 2020 mord köpfen folter stein erbe oheim streit}}+{{tag>sagen jungrichter scharnweber sagenschnurrenkreisluckau suehnekreuz niederlausitz sonnewalde monat 2020 mord köpfen folter erbe oheim streit v2}}
  
sagen/schnurrenluckau128.1683313022.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)