sagen:schnurrenluckau081
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| + | ====== Der Lüttchenberg bei Göllnitz ====== | ||
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| + | Vom Göllnitzer Kirchturm hatte es Mitternacht geschlagen. Es war Frühling, und der volle Mond stand am Himmel. Da öffnete sich im Berg eine geheime Pforte, und heraus kamen in hellen Scharen die kleinen Männer. Sie schleppten Tische und Stühle, Kannen und Teller, Fässer und Krüge, denn sie wollten unter den schweigenden Fichten ihr Mondfest au der Erde feiern. Bald saßen sie da in langen Reihen, und mit ihren feinen Stimmchen sangen sie ihre Lieder hinaus in die Nacht. Die Gläser klangen aneinander, und frohe Worte flogen hin und wider. Einer von ihnen schlich sich aus dem frohen Treiben fort.Er trug schon lange eine geheime Sehnsucht nach dem Menschenreich in seiner Brust. Nun hatte er wohl die Glockenstimmen des Göllnitzer Kirchturms wiederholt gehört, gesehen hatte er aber das Dorf noch nie, er hatte auch noch nie einen Menschen erblickt. Dazu verstieg sich nun zwar sein Wunsch nicht, gar zu gern aber hätte er einmal das Dorf aus der Ferne angeschaut. Das wollte er heute wagen. Bald hatte er den Rand des Waldes erreicht, und nun konnte er im hellen Mondenschein die Häuser des Dorfes erblicken, konnte auch aus der Ferne die Hunde bellen hören. Er lehnte sich an einen alten Baum und blickte unverwandt hinüber und konnte sich garnicht sattsehen an den seltsamen Behausungen der Menschen, von denen bei den Zwergen so wunderliche Gerüchte umgingen. Wenn er doch bloß einmal einen von ihnen zu Gesicht bekommen könnte. Schrecklich groß sollen sie sein, beinahe so groß wie die Bäume des Waldes. Aber dieser Traum würde wohl ewig unerfüllt bleiben. So stand er und träumte und versäumte die Zeit. Auf einmal schlug die Kirchturmuhr eins. O weh, die Zeit ist herum. Atemlos lief das Männchen durch den Wald, dem Berge zu. Aber so viel es auch rief und suchte, keine Antwort kam, der Berg blieb verschlossen. Traurig setzte es sich auf einen Baumstumpf, den Augen entquollen die Tränen. Was sollte es nun tun? Es war ausgesperrt, | ||
| + | So fand es ein Knecht, der am frühen Morgen auf das Feld gekommen war. Der Knecht hatte ein mitleidiges Herz, er stellte seinen Hut auf die Erde und setzte das Männlein, das immer noch schlief, hinein. So, sagte er, hier drinnen ist's weicher und wärmer als auf der harten, kalten Erde. Schlaf dich erst einmal aus, und dann wollen wir sehen, was weiter wird. Er ging an seine Arbeit und ließ das Männlein allein. Als er zur Frühstückszeit zu seinen Sachen zurückkehrte, | ||
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sagen/schnurrenluckau081.1683353268.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
