sagen:schatzsagen-22
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| - | 22. Bei einem Gutsherrn in Cottbus konnten es die Dienstmädchen nicht aushalten. Jede Nacht erschien Etwas an ihrem Bette. Davor entsetzten sie sich so, dass sie stets nach wenigen Tagen den Dienst aufgaben. Einst trat ein Mädchen in den Dienst, welches fest entschlossen war, denselben nicht aufzugeben, es geschehe, was da wolle. Als es Abend wurde, legte sich das Mädchen zu Bette. In der Nacht trat ein Mütterchen an ihr Bett und sprach: „Blau Flämmchen, Hanka geh in den Keller.“ Da erfasste das Mädchen dennoch ein Grauen und es kroch unter die Decke. In den folgenden Nächten hatte es dieselbe Erscheinung. Endlich entschloss sich die Magd, zum Pfarrer zu gehen und ihm das Begebniss mitzutheilen. Der Pfarrer rieth ihr, sie solle dem Mütterchen folgen, stets aber, wenn dasselbe von ihr etwas verlange, antworten: „Thu' Du es.“ | + | ====== |
| - | In der folgenden Nacht, als das Mädchen sich wieder zu Bett gelegt hatte, erschien das Mütterchen wieder und sprach: „Blau Flämmchen, Hanka geh in den Keller.“ Das Mädchen erwiederte: „Thu' | + | Cottbus |
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| + | In der folgenden Nacht, als das Mädchen sich wieder zu Bett gelegt hatte, erschien das Mütterchen wieder und sprach: „Blau Flämmchen, Hanka geh in den Keller.“ Das Mädchen erwiederte: „Thu' | ||
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| + | Am andern Morgen glaubte es geträumt zu haben, allein vor seinem Bett stand richtig ein Topf mit Gold. So war das Mädchen sehr reich geworden. Nachträglich stellte sich heraus, dass einst eine alte, sehr geizige Frau das Geld vergraben hatte. Sie hatte aber im Grabe keine Ruhe gefunden, bis ihr vergrabener Schatz wieder an das Licht gekommen war. | ||
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sagen/schatzsagen-22.1674728975.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
