sagen:schatzsagen-20
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| + | > Sage des Monats Juli 2022 | ||
| + | ====== Drachen bewachen einen Schatz ====== | ||
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| + | Sandow | ||
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| + | Drei Soldaten aus einem Dorfe bei [[geo: | ||
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| + | Am nächsten Abend um zehn Uhr ritt der Soldat aus der Kaserne, gegen zwölf Uhr befand er sich bei dem Feuer. Als ihn die Drachen erblickten, brüllten sie ihn an, er aber warf den Stahl in das Feuer, wandte um and sprengte davon. Sobald er merkte, dass ihm die Drachen folgten, warf er die drei Säcke mit den ungeschlissenen Federn ab und rief: „Jetzt schliesst die Federn auf, dann verfolgt mich. Im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes.“ Die Drachen machten sofort Halt, sie gingen flugs an die Arbeit, vollendeten aber die Aufgabe in kurzer Zeit, darauf verfolgten sie den Reiter wieder. | ||
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| + | Als dieser die Drachen wiederum dicht hinter sich wusste, warf er die zwölf Fischnetze herab und sprach: „Alle Nähte und Drähte macht auf, dann verfolgt mich wieder. Im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes.“ Wieder waren die Drachen mit der Arbeit bald fertig und verfolgten ihn. Da warf er die zwölf Pferdenetze herab und sprach: „Alles macht auf, dreht Alles los, dann verfolgt mich. Im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes.“ Wieder machten die Drachen Halt, und wieder kam er eine weite Strecke vorwärts. | ||
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| + | Allein noch immer hatte er Berlin nicht erreicht und schon wieder waren die Drachen hinter ihm. Jetzt warf er die letzten drei Säcke ab, in welchem sich in jedem tausend Knoten befanden und ausserdem die drei Schinderknoten. Die Drachen hatten so viel zu thun, diese Knoten zu entwirren, dass der Kürassier fast in seine Kaserne kam, bevor ihn die Drachen einholten. Schon begannen sie das Hintertheil des Pferdes zu zerfleischen, | ||
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| + | Am andern Morgen begaben sich die Soldaten seines Regimentes an Ort und Stelle. Da fand es sich, dass sie mehrere Wagen mit Gold beladen konnten. Das Gold wurde zum König gebracht, welcher es auch annahm und behielt. Dem Kürassier aber schenkte er Geld und ein Haus in Berlin, in welchem dieser noch lange Jahre glücklich gelebt hat. | ||
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