Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


sagen:sbssur185

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende Überarbeitung
Nächste Überarbeitung
Vorhergehende Überarbeitung
sagen:sbssur185 [2023/07/31 16:34] ewuschsagen:sbssur185 [2025/10/09 12:06] (aktuell) ewusch
Zeile 12: Zeile 12:
     Flachs, Pirnaer Sagen und Geschichten, 1918, S. 36 ff.     Flachs, Pirnaer Sagen und Geschichten, 1918, S. 36 ff.
  
-Bekanntlich stammt (wie heute unumstößlich feststeht) der Ablaßprediger Johannes Tetzel aus [[geo:Pirna]]; sein Geburtshaus lag in der Schmiedestraße Nr. 19. Natürlich hat er auch in seiner Vaterstadt den berühmten Kasten mit der Inschrift: Sobald das [[typ:Geld]] im [[typ:Kasten]] liegt usw. aufgestellt; gepredigt haben soll er aber mit Vorliebe an der alten Straße von [[geo:Dresden]] nach Pirna vor einer großen [[typ:säule|Steinsäule]], die dort seit alten Zeiten stand. Von Tetzels Auftreten an aber hieß man dieses [[typ:Denkmal]] die Tetzelsäule oder Welsche Marter, weil der Ablaß aus Welschland kam und das dadurch eingebrachte Geld nach [[land:italien|Welschland]] floß, zum Bau der Peterskirche in Rom.+Bekanntlich stammt (wie heute unumstößlich feststeht) der Ablaßprediger [[vip:tetzel|Johannes Tetzel]] aus [[geo:Pirna]]; sein Geburtshaus lag in der Schmiedestraße Nr. 19. Natürlich hat er auch in seiner Vaterstadt den berühmten Kasten mit der Inschrift: Sobald das Geld im Kasten liegt usw. aufgestellt; gepredigt haben soll er aber mit Vorliebe an der alten Straße von [[geo:Dresden]] nach Pirna vor einer großen Steinsäule, die dort seit alten Zeiten stand. Von Tetzels Auftreten an aber hieß man dieses Denkmal die Tetzelsäule oder Welsche Marter, weil der Ablaß aus Welschland kam und das dadurch eingebrachte Geld nach [[land:italien|Welschland]] floß, zum Bau der Peterskirche in Rom.
  
 //Anm.: Die Säule hat ihren Standpunkt wiederholt gewechselt; jetzt steht das reichlich 3 m hohe Denkmal aus Sandstein dort, wo zwischen Pirna und Großsedlitz die Eisenbahnlinie Dresden-Bodenbach die alte Landstraße Dresden-Pirna schneidet. - Ob sie auch als Warnungszeichen für die Schiffer an der gefährlichen Braudenfurt gedient hat, muß hier dahingestellt bleiben. Sie ist aber höchstwahrscheinlich ein Sühnedenkmal für einen Überfall auf den unweit von ihrem ältesten Standpunkte liegenden Hof zu Heidenau im Jahre 1460, wobei der dortige Vorwerkspächter und seine Familie durch den Besitzer des Schlosses Wehlen erschlagen worden waren. Daher der Name: Welsche (= Wehlnische) Marter.// //Anm.: Die Säule hat ihren Standpunkt wiederholt gewechselt; jetzt steht das reichlich 3 m hohe Denkmal aus Sandstein dort, wo zwischen Pirna und Großsedlitz die Eisenbahnlinie Dresden-Bodenbach die alte Landstraße Dresden-Pirna schneidet. - Ob sie auch als Warnungszeichen für die Schiffer an der gefährlichen Braudenfurt gedient hat, muß hier dahingestellt bleiben. Sie ist aber höchstwahrscheinlich ein Sühnedenkmal für einen Überfall auf den unweit von ihrem ältesten Standpunkte liegenden Hof zu Heidenau im Jahre 1460, wobei der dortige Vorwerkspächter und seine Familie durch den Besitzer des Schlosses Wehlen erschlagen worden waren. Daher der Name: Welsche (= Wehlnische) Marter.//
Zeile 20: Zeile 20:
  
 ---- ----
-{{tag>sagen alfredmeiche sbssur sächsischeschweiz pirna tezel predigt säule italien kasten geld}}+{{tag>sagen alfredmeiche sbssur sächsischeschweiz pirna tetzel predigt säule italien kasten geld v2}}
sagen/sbssur185.1690814074.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)