sagen:sbssur181
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| - | Im Schlosse zu Weesenstein lebte einst ein Gärtner, der hatte eine Saufgurgel. Wie man sich damals an den Fürstenhöfen und in den Schlössern des Adels an Riesen, Zwergen und Hofnarren ergötzte, so hatte der Besitzer von Weesenstein seine Freude an dem trinkfesten Manne. Nun rühmte sich aber ein befreundeter Adeliger eines ebenso kernhaften Trinkers, der bei ihm den Dienst als Pförtner versah, und die beiden Herren kamen eines Tages überein, ihre beiden Leute in der edlen Saufkunst sich messen zu lassen. Zwölf Seidel hintereinander zu leeren, schien für jene nur ein Spaß. Als Pfand wurde von seiten der Herren je der beste Hengst und der beste Hund aus ihrem Stalle eingesetzt. Den Trinkern aber ward ein ansehnlicher Siegerpreis in Aussicht gestellt. | + | Im Schlosse zu [[burg: |
| Als der Wettstreit vor sich gehen sollte, kamen dem Pförtner doch Bedenken, ob er als Sieger daraus hervorgehen würde. Darum spielte er seinem kurzsichtigen Gegner einen Streich und warf ihm heimlich eine Maus in den Humpen voll Bier. Als das Gelage anhub, schluckte der Gärtner mit einem Male heftig, würgte aber das, was ihm in den Schlund gekommen war, frisch hinunter. Vor Lachen konnte der Pförtner kein Schlückchen mehr trinken. Und als er seinen Gegner fragte, was ihm denn auf einmal so mächtig in der Kehle gewürgt habe, es habe gerade so ausgesehen, als ob er eine Maus verschlucke, | Als der Wettstreit vor sich gehen sollte, kamen dem Pförtner doch Bedenken, ob er als Sieger daraus hervorgehen würde. Darum spielte er seinem kurzsichtigen Gegner einen Streich und warf ihm heimlich eine Maus in den Humpen voll Bier. Als das Gelage anhub, schluckte der Gärtner mit einem Male heftig, würgte aber das, was ihm in den Schlund gekommen war, frisch hinunter. Vor Lachen konnte der Pförtner kein Schlückchen mehr trinken. Und als er seinen Gegner fragte, was ihm denn auf einmal so mächtig in der Kehle gewürgt habe, es habe gerade so ausgesehen, als ob er eine Maus verschlucke, | ||
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