sagen:sbssur176
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| //Anm.: Diese ätiologische Sage ist sicher alt und einst weit verbreitet gewesen. C. J. Hofmann aus Lohmen hat sie wohl auch gekannt, denn in seinem Buche «Das Meißner Hochland oder die sächsische Schweiz», Lohmen 1842, S. 314, sagt er: «Es giebt noch gewisse unwürdige Traditionen im Munde des Volkes über den Ursprung des Namens dieser Stadt, von Schande geleitet, welche aber wegen ihrer Gemeinheit keiner Erwähnung verdienen.» Die Wissenschaft darf nicht so zimperlich sein. Der sagenhafte Name lautete so, wie der berühmte Erbauer der alten Dresdner Elbbrücke, ein Italiener Matteo Foccio (um 1265), im obersächsischen Volksmunde genannt wurde. Im Meißner Hochlande selbst ist der ähnlich lautende Familienname auch belegt. So erscheint nach dem Hohnsteiner Amtserbbuche von 1547 als Stadtmüller zu Hohnstein Mats Fott oder Matts Fotte. Vielleicht führte der Gründer oder einer der ersten Ortsrichter von Schandau diesen Namen. - Daß man schon in früher Zeit den schwer zu deutenden Namen Schandau (mundartlich «Schande») zu allerhand Spottreden benutzte, zeigen das Sprichwort bei Knauth Prodrom. Misn., 1692, pag. 26г: «Meißnische Ehr und Redlichkeit haben zu Schandau ein Ende» (doppelsinnig, | //Anm.: Diese ätiologische Sage ist sicher alt und einst weit verbreitet gewesen. C. J. Hofmann aus Lohmen hat sie wohl auch gekannt, denn in seinem Buche «Das Meißner Hochland oder die sächsische Schweiz», Lohmen 1842, S. 314, sagt er: «Es giebt noch gewisse unwürdige Traditionen im Munde des Volkes über den Ursprung des Namens dieser Stadt, von Schande geleitet, welche aber wegen ihrer Gemeinheit keiner Erwähnung verdienen.» Die Wissenschaft darf nicht so zimperlich sein. Der sagenhafte Name lautete so, wie der berühmte Erbauer der alten Dresdner Elbbrücke, ein Italiener Matteo Foccio (um 1265), im obersächsischen Volksmunde genannt wurde. Im Meißner Hochlande selbst ist der ähnlich lautende Familienname auch belegt. So erscheint nach dem Hohnsteiner Amtserbbuche von 1547 als Stadtmüller zu Hohnstein Mats Fott oder Matts Fotte. Vielleicht führte der Gründer oder einer der ersten Ortsrichter von Schandau diesen Namen. - Daß man schon in früher Zeit den schwer zu deutenden Namen Schandau (mundartlich «Schande») zu allerhand Spottreden benutzte, zeigen das Sprichwort bei Knauth Prodrom. Misn., 1692, pag. 26г: «Meißnische Ehr und Redlichkeit haben zu Schandau ein Ende» (doppelsinnig, | ||
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