sagen:sbssur164
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| ====== Die Turmpflegerstochter zu Pirna ====== | ====== Die Turmpflegerstochter zu Pirna ====== | ||
| - | Im Jahre 1532 ist zu Pirna von Magarete bis Weinachten ein großes Pestilenzsterben gewesen, darin an 1400 Personen gestorben. An diesem Unglück ist aber die Turmpflegerstochter schuld gewesen, und ist die Sache so zugegangen. Es hat der Türmer zu Pirna ein schönes Töchterlein gehabt, die aber sehr hoffärtig und stolz auf ihr niedlich Gesicht gewesen; da ist ein Ungar in die Stadt gekommen, der ist reich, schön und von adeliger Geburt gewesen und hat mit dem Mägdlein einen Liebeshandel angefangen. Der strenge Vater ist zwar endlich dahinter gekommen, allein er hat der Tochter nicht glauben machen können, daß der Ungar sie nicht wahrhaft liebe und ehelichen wolle; und als er endlich vor Kummer über seine ungeratene Tochter gestorben, da ist, weil die Mutter die reichen Geschenke des Ungarn gar gerne geschen, das Mägdlein ganz umgarnt worden, hat sich dem Verführer hingegeben und wie sein ehelich Weib mit ihm gelebt. Als sie aber jener satt bekommen, da ist er plötzlich bei Nacht und Nebel verschwunden, | + | M. I, Nr. 73; II, Nr. 984; |
| + | Flachs Pirnaer Sagen und Geschichten, 1918, S. 8; | ||
| + | Gräße, Bd. I, Nr. 177; | ||
| + | poetisch behandelt | ||
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| - | Ann.: Die historisch bestbeglaubigte Nachricht über den schwarzen Tod in Pirna gibt uns das Pirnaer «Stadtbuch A fol. 2: Ao. 1532. In diesem Jahre hat sich Sonntags nach Maria Magdalena (28. Juli) das Sterben der fährlichen Plage der Pestilenz an der Cristoph Wernerin angefangen und hat gewährt bis auf folgende Weihnachten und sind bei 1 300 Menschen gestorben und in solcher Zeit ist viel Volks aus der Stadt geflohen» (nach Hofmann im Neuen Archiv für Sächs. Geschichte, IX, 1888, S.218). - In den Pirnaer Annalen (gedruckt bei Hasche, Magazin der sächs. Geschichte, VIII, S. 451) heißt es: «Anno 1532 ist allhier von Margaretha bis Weihnachten ein großes Pestilenz-Sterben gewesen, darinnen 1400 Personen gestorben. Fing sich an mit Thurmpflegerinnen Tochter, die hat man nachhero wiederum ausgegraben, | + | Im Jahre 1532 ist zu [[geo: |
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| + | //Anm.: Die historisch bestbeglaubigte Nachricht über den schwarzen Tod in Pirna gibt uns das Pirnaer «Stadtbuch A fol. 2: Ao. 1532. In diesem Jahre hat sich Sonntags nach Maria Magdalena (28. Juli) das Sterben der fährlichen Plage der Pestilenz an der Cristoph Wernerin angefangen und hat gewährt bis auf folgende Weihnachten und sind bei 1 300 Menschen gestorben und in solcher Zeit ist viel Volks aus der Stadt geflohen» (nach Hofmann im Neuen Archiv für Sächs. Geschichte, IX, 1888, S.218). - In den Pirnaer Annalen (gedruckt bei Hasche, Magazin der sächs. Geschichte, VIII, S. 451) heißt es: «Anno 1532 ist allhier von Margaretha bis Weihnachten ein großes Pestilenz-Sterben gewesen, darinnen 1400 Personen gestorben. Fing sich an mit Thurmpflegerinnen Tochter, die hat man nachhero wiederum ausgegraben, | ||
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