Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


sagen:sbssur159

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende Überarbeitung
Nächste Überarbeitung
Vorhergehende Überarbeitung
sagen:sbssur159 [2023/07/24 22:20] ewuschsagen:sbssur159 [2025/01/30 17:59] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1
Zeile 1: Zeile 1:
-[[sagen:sbssur158| <<< zurück ]] |+[[sagen:sbssur158b| <<< zurück ]] |
 **[[buch:sbssur|Sagenbuch der Sächsischen Schweiz und ihrer Randgebiete]]** |  **[[buch:sbssur|Sagenbuch der Sächsischen Schweiz und ihrer Randgebiete]]** | 
 [[sagen:sbssur160| weiter >>>]] [[sagen:sbssur160| weiter >>>]]
Zeile 13: Zeile 13:
     uriosa Saxonica I743, S. 194 ff.     uriosa Saxonica I743, S. 194 ff.
  
-In der Nähe des Marktfleckens Lichtenhain, der eine Stunde von Schandau entfernt ist, befindet sich ein hoher Felsen, früher der Hausberg genannt, welcher eine große, von der Natur gebildete Halle enthält, in welche man durch das zehn Ellen hohe und zwölf Ellen breite Tor, das völlig gerundet und gewölbt ist, tritt. Weil dereinst in den wilden Zeiten des 30jährigen Krieges die Bauern der Umgegend ihr Vieh hineingeflüchtet haben sollen, so hat man diese Höhle den Kuhstall genannt. Übrigens sind auch noch mehrere Nebenhöhlen vorhanden, die wohl zum Aufenthalte für die dorthin geflüchteten Landleute gedient haben mögen. So trägt eine derselben den Namen des «Wochenbettes», weil dort eine zur Zeit der Kriegswut des gojährigen Krieges mit anderen dahin geflüchtete Schwangere ihr Wochenbett halten mußte. - Ehe man von Lichtenhain hierherkommt, findet man im Walde eine Art Gesundbrunnen, den man den hellen Fluß nennt, und bei dem in der Zeit des Papsttums verschiedene Wunder sich ereignet haben sollen, nicht weit davon aber einen Felsen, der oben eine ungleiche Vertiefung hat und der Taufstein genannt wird, weil da in Kriegszeiten die neugebornen Kinder der hierher Geflüchteten getauft worden sein sollen.+In der Nähe des Marktfleckens [[geo:Lichtenhain]], der eine Stunde von [[geo:badschandau|Schandau]] entfernt ist, befindet sich ein hoher Felsen, früher der Hausberg genannt, welcher eine große, von der Natur gebildete Halle enthält, in welche man durch das zehn [[lex:elle|Ellen]] hohe und zwölf Ellen breite Tor, das völlig gerundet und gewölbt ist, tritt. Weil dereinst in den wilden Zeiten des [[zeit:30jährigerkrieg|30jährigen Krieges]] die Bauern der Umgegend ihr Vieh hineingeflüchtet haben sollen, so hat man diese Höhle den Kuhstall genannt. Übrigens sind auch noch mehrere Nebenhöhlen vorhanden, die wohl zum Aufenthalte für die dorthin geflüchteten Landleute gedient haben mögen. So trägt eine derselben den Namen des «Wochenbettes», weil dort eine zur Zeit der Kriegswut des 30jährigen Krieges mit anderen dahin geflüchtete Schwangere ihr Wochenbett halten mußte. - Ehe man von Lichtenhain hierherkommt, findet man im Walde eine Art Gesundbrunnen, den man den hellen Fluß nennt, und bei dem in der Zeit des Papsttums verschiedene Wunder sich ereignet haben sollen, nicht weit davon aber einen Felsen, der oben eine ungleiche Vertiefung hat und der Taufstein genannt wird, weil da in Kriegszeiten die neugebornen Kinder der hierher Geflüchteten getauft worden sein sollen.
  
 //Anm.: Über der Kuhstallhöhle befand sich im Mittelalter die Burg Wildenstein. Sie war bis 1451 Verwaltungsmittelpunkt der gleichnamigen Herrschaft. Im genannten Jahr gelangte sie an die Wettiner und wurde in der Folgezeit geschleift. //Anm.: Über der Kuhstallhöhle befand sich im Mittelalter die Burg Wildenstein. Sie war bis 1451 Verwaltungsmittelpunkt der gleichnamigen Herrschaft. Im genannten Jahr gelangte sie an die Wettiner und wurde in der Folgezeit geschleift.
Zeile 22: Zeile 22:
  
 ---- ----
-{{tag>sagen alfredmeiche sbssur sächsischeschweiz}}+{{tag>sagen alfredmeiche sbssur v2a}}
sagen/sbssur159.1690230027.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)