sagen:sbssur145
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| M. I, Nr. 53, B und C; II, Nr. 1102. | M. I, Nr. 53, B und C; II, Nr. 1102. | ||
| - | Das Meißner Hochland ist reich an verborgenem Gold und Edelge-stein; doch kennt das Volk weder den Ort, wo diese Schätze liegen, noch den Spruch, der sie in menschliche Gewalt bringt. Nur die Walen wußten dies alles und zogen in alter Zeit, allem Anschein nach schon im 15. Jahrhundert, | + | Das Meißner Hochland ist reich an verborgenem Gold und Edelgestein; doch kennt das Volk weder den Ort, wo diese Schätze liegen, noch den Spruch, der sie in menschliche Gewalt bringt. Nur die [[wesen: |
| In den Büchern aber heißt es: | In den Büchern aber heißt es: | ||
| - | I. «Hohenwald. Ich, Bastian Derßo von Venedig, bekenne vor je-dermänniglich, daß ich beym Hohenwald bey Neustädtlein und einem Dorfe Neukirch und an Bischofswerda bey Pfützen, die nicht weit liegt von Ottendorf - wohl mitten am Berge, und bey der Pfütze stehet eine Tanne, da habe ich dareingehauen drey Kreuze, und mitten unter der Tanne, da die Pfütze, ist groß Gut; vom Goldbergwerk niederwärts magst Du auch waschen.» - «Neustadt bey Bischofswerda gelegen. Relation: Ich, Matz Nicolaus Schlaßkan, thue kund frommen Leuten, daß ich allda mein Gut vom Hohen-walde | + | I. «Hohenwald. Ich, Bastian Derßo von Venedig, bekenne vor jedermänniglich, daß ich beym [[region: |
| (C. G. L. C. F. [Christian Lehmann], Nachricht von Walen, Frankfurt und Leipzig 1764, S. 45 u. 62.) | (C. G. L. C. F. [Christian Lehmann], Nachricht von Walen, Frankfurt und Leipzig 1764, S. 45 u. 62.) | ||
| - | 2. «Zwei Stunden bei Bischofswerda, | + | 2. «Zwei Stunden bei [[geo:Bischofswerda]], da frage nach Elias' Haldenwald, er liegt zwischen Neukirch und Neustadt und stößt an Ottendorf. Da wird nicht weit sein die sogenannte Säupfütze, |
| Von da gehe weiter, so wird eine Grenz-Tanne stehen auf dem Putzkauer, da gehe gerade hinauf, so wirst Du zwölf Steine mit + finden, der zwölfte steht auf dem Valtenberge, | Von da gehe weiter, so wird eine Grenz-Tanne stehen auf dem Putzkauer, da gehe gerade hinauf, so wirst Du zwölf Steine mit + finden, der zwölfte steht auf dem Valtenberge, | ||
| (Mitgeteilt von Dr. Pilk nach einem handschriftlichen Walenbuche.) | (Mitgeteilt von Dr. Pilk nach einem handschriftlichen Walenbuche.) | ||
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| «Gehe hinzu, falle nieder auf die Knie und bete 5 Vaterunser, drei Ave Maria und einen Glauben. Dies bete zu Gott in seine Dreifaltigkeit und unser lieben Frauen Elend. Und nimm ein kleines altes Röckchen und hänge es über die Grube, das Bergmännchen holt es schon. Darnach mache drei Kreuze vor dich und sprich: Ich beschwöre dich bei der Kraft Gottes und bei der Menschwerdung Jesu Christi, daß du aufgehest, als Christus ist aufgegangen an dem heiligen + und hat erlöst das menschliche Geschlecht. Also müssen aufgehen alle Bande, Kies, Stahl, Eisen, Gold, Silber und alle verdammte Dinge, als Christus ist aufgefahren und uns von der Hand Adams erlöst. Das gebiete ich dir bei Gott dem Vater und Gott dem Sohne und Gott dem heiligen Geiste! Amen. So wirst du wahrhaftig sehen, daß sich die Grube und das Versetzte wird auftun und ledig werden.» | «Gehe hinzu, falle nieder auf die Knie und bete 5 Vaterunser, drei Ave Maria und einen Glauben. Dies bete zu Gott in seine Dreifaltigkeit und unser lieben Frauen Elend. Und nimm ein kleines altes Röckchen und hänge es über die Grube, das Bergmännchen holt es schon. Darnach mache drei Kreuze vor dich und sprich: Ich beschwöre dich bei der Kraft Gottes und bei der Menschwerdung Jesu Christi, daß du aufgehest, als Christus ist aufgegangen an dem heiligen + und hat erlöst das menschliche Geschlecht. Also müssen aufgehen alle Bande, Kies, Stahl, Eisen, Gold, Silber und alle verdammte Dinge, als Christus ist aufgefahren und uns von der Hand Adams erlöst. Das gebiete ich dir bei Gott dem Vater und Gott dem Sohne und Gott dem heiligen Geiste! Amen. So wirst du wahrhaftig sehen, daß sich die Grube und das Versetzte wird auftun und ledig werden.» | ||
| - | In den Jahren 1810-1812 wohnte ein Wale aus Venedig bei dem Bauer Protze in Berthelsdorf. Er sammelte im Hohwalde am Valtenberge Sand und bewahrte denselben im Speisegewölbe seines Hauswirtes auf. Letzterer hatte nicht die geringste Ahnung von dem groBen Werte des Sandes. Als der Fremde endlich abreiste, lud er der Gutsbesitzer ein, falls er einmal in Not geriete, zu ihm nach Venedig zu kommen, er wollte ihm dann helfend beistehen. Protze verlor im Kriege | + | In den Jahren 1810-1812 wohnte ein Wale aus [[geo:Venedig]] bei dem Bauer Protze in [[geo: |
| - | //Anm.: Die Walensagen sind mindestens ins 16. Jahrhundert zurückzuversetzen, | + | //Anm.: Die Walensagen sind mindestens ins 16. Jahrhundert zurückzuversetzen, |
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