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sagen:sbssur103

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     nach dem Volksmunde in meiner Familie seit vier Generationen erzählt.     nach dem Volksmunde in meiner Familie seit vier Generationen erzählt.
  
-Das älteste Haus in [[geo:Sebnitz]] soll ein Forsthaus gewesen sein. In jenen alten Zeiten wohnte außer dem [[typ:Förster]] nur noch ein [[typ:Schäfer]] in der hiesigen Gegend. Der begehrte des Försters Tochter zum Weibe; als ihm diese aber verweigert wurde, da rächte er sich mit der "[[typ:zauberei|schwarzen Kunst]]" an dem Förster. Der konnte plötzlich keinen Bissen mehr essen und litt grässlichen [[typ:Hunger]]. Aber auch der Förster war ein "kluger Mann" und merkte bald, wer es ihm angetan. Deshalb trug er seinem Weibe auf, nach [[geo:Pillnitz]] zu gehen. Dort würde sie auf einer Elbinsel einen [[typ:Topf]] hinter einem großen Tore finden. Den solle sie noch vor Sonnenuntergang heim bringen und ihm darin aus neunerlei [[typ:kräuter|Kräutern]] ein Essen kochen. Als die Frau wirklich zur rechten Zeit mit dem Topfe heimkehrte, ließ sich der Mann die erwähnte Suppe prächtig schmecken. Andern Tags aber ging er aus und fand den Schäfer am Boden liegen. Dieser schrie vor Durst, konnte aber keinen Tropfen trinken. Als der Schäfer nun des Försters ansichtig wurde, merkte er, daß jener der Stärkere sei und bat ihn flehentlich um Verzeihung. Der Zauber wurde auch von ihm genommen und beide versöhnten sich.+Das älteste Haus in [[geo:Sebnitz]] soll ein Forsthaus gewesen sein. In jenen alten Zeiten wohnte außer dem Förster nur noch ein Schäfer in der hiesigen Gegend. Der begehrte des Försters Tochter zum Weibe; als ihm diese aber verweigert wurde, da rächte er sich mit der "schwarzen Kunst" an dem Förster. Der konnte plötzlich keinen Bissen mehr essen und litt grässlichen Hunger. Aber auch der Förster war ein "kluger Mann" und merkte bald, wer es ihm angetan. Deshalb trug er seinem Weibe auf, nach [[geo:Pillnitz]] zu gehen. Dort würde sie auf einer Elbinsel einen Topf hinter einem großen Tore finden. Den solle sie noch vor Sonnenuntergang heim bringen und ihm darin aus neunerlei Kräutern ein Essen kochen. Als die Frau wirklich zur rechten Zeit mit dem Topfe heimkehrte, ließ sich der Mann die erwähnte Suppe prächtig schmecken. Andern Tags aber ging er aus und fand den Schäfer am Boden liegen. Dieser schrie vor Durst, konnte aber keinen Tropfen trinken. Als der Schäfer nun des Försters ansichtig wurde, merkte er, daß jener der Stärkere sei und bat ihn flehentlich um Verzeihung. Der Zauber wurde auch von ihm genommen und beide versöhnten sich.
  
 //Anm.: An der Stelle des sagenhaften Forsthauses steht jetzt das Haus Hertigswalder Straße Nr. 1 (Besitzer Rich. Bollmann) //Anm.: An der Stelle des sagenhaften Forsthauses steht jetzt das Haus Hertigswalder Straße Nr. 1 (Besitzer Rich. Bollmann)
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-{{tag>sagen alfredmeiche sbssur sächsischeschweiz sebnitz forsthaus zauberei hunger pillnitz topf kräuter suppe förster schäfer durst klugheit}}+{{tag>sagen alfredmeiche sbssur sächsischeschweiz sebnitz forsthaus zauberei hunger pillnitz topf kräuter suppe förster schäfer durst klugheit v2}}
sagen/sbssur103.1690402588.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)