Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


sagen:sbssur037

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende Überarbeitung
Nächste Überarbeitung
Vorhergehende Überarbeitung
sagen:sbssur037 [2023/07/19 09:12] ewuschsagen:sbssur037 [2025/01/30 17:58] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1
Zeile 3: Zeile 3:
 [[sagen:sbssur038| weiter >>>]] [[sagen:sbssur038| weiter >>>]]
  
-====== Der Drache bei Gottleuba und in Langenhennersdorf ======+====== Wie sich das Mätzel rächte ======
  
-    M. II, Nr. 402;  +    Erich Rawolle in der "Heimat", 3JahrgangNr9
-    nach Dr. Lincke in "Über Berg und TalBdVIS. 217.+
  
-In einem Dorfe bei Gottleuba lebte einst eine Familie, deren eine Tochter einst ein gewisser Naus einem Nachbarorte heiraten wollteAn einem Sonnabende nundem Tage vor der Hochzeit, geht der Bräutigam ins Haus seiner Braut, sieht niemanden und ruft "Pauline"Da ruft seine Braut ihm aus dem Keller zuer solle herunterkommen, sie sei untenWie er nun herunterkommt, reicht sie ihm eine "feurige Katze" mit langem Schwanze entgegenDa fürchtet sich der Bräutigam und die Heirat wurde rückgängig gemacht. - Die feurige Katze aber ist der Drache gewesenDie Familie galt auch als sehr reich. +In [[geo:Reinhardtsdorf]] wollte einmal eine Frau abends das Haus zuschließenDa sieht sie im Vorgarten in einem Korbe eine schwarze HenneWeil sie Mitleid hatnimmt sie das Tier mit ins Haus. Aber ihrem Manne war die Sache nicht ganz geheuer. Wenn's noch bloß eine Henne gewesen wäre! Aber so war noch ein Korb dabei! Trotzdem gab ihm die Frau eine Handvoll Körner hinaber die mochte es nichtDann brockte sie Semmeln in MilchDie fraß es und gluckte bei jedem Bissen. Dabei leuchteten die Augen ganz feurig. Der Mann sagte: "Tu das Viech naus, das is der [[wesen:Teufel]]." Aber die Frau hatte Mitleid und setzt es unter den Ofen. - Dann gingen sie schlafen und alles blieb ruhig. Als sie am Morgen auffstanden, war der ganze Tisch voller GoldstückeNun wußte der Mann, wen er im Hause hatteEr packte das Geld und warf es zum Fenster hinaus, Henne und Korb hinterher. - Den Tag wollte die Frau in den Wald, Farnkraut holenSie sagte zu ihrem Manne: "Komm mitmir is so unheimlich." Der ging auch mit. Als sie ziemlich an der Lichtung waren, sagte der Mann: "Sonun siehst du's ja schon. Nun geht ich wieder." - Kaum war er weg, als ein großer, schwarzer Rabe aus der Luft herabkam und die Frau so zerhackte und zerkratzte, daß sie kaum nach Hause kamAm nächsten Tag ist sie gestorben- Der große Rabe aber war niemand anders als das Mätzel((Der Mätzelglaube· Es zeigt sich nach diesem Aberglauben der Böse in Gestalt eines meist schwarzen Huhns, einer schwarzen Katze, Maus, Schlange oder Krähe und verschafft demjenigen, der ein solches Tier beherbergt und füttert, ReichtumNoch heute soll es in [[geo:Liebstadt]] und den umliegenden Dörfern Häuser gebenin denen das "Mätzel" wohnt.)), das sie nicht hatten behalten wollen.
- +
-Der Drache ist auch in Rosenthal gesehen wordenWird er zu heiß gefüttert, so zündet er das Haus an; deshalb muß er mit Semmelmilch gefüttert werden. In Langenhennersdorf sah eine Magd aus Rosenthal einst in der Mühle ein schwarzes Hühnchen in der Scheune sitzen. Als sich das Mädchen fürchtete, sagte die Bauersfrau: "Laß es nur gehendas Hühnchen tut dir nichts." Das war aber auch der Drache. +
- +
-//Vglzu dieser und den folgenden Sagen: MIINr393 - 413.//+
  
 //Quellen:// //Quellen://
Zeile 18: Zeile 13:
  
 ---- ----
-{{tag>sagen alfredmeiche sbssur sächsischeschweiz}}+{{tag>sagen alfredmeiche sbssur sächsischeschweiz Reinhardtsdorf Liebstadt huhn korb mitleid goldstück farn rabe sterben mätzel kobold drache v2}}
sagen/sbssur037.1689750774.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)